Junge bei Papst Franziskus Spiel, Spaß und Generalaudienz

Er lief um Papst Franziskus herum, spielte auf der Bühne und inspizierte die Uniform der Schweizergarde: Ein Junge hat die Generalaudienz im Vatikan aufgemischt. Sehr zur Freude des Heiligen Vaters.


Ein kleiner Junge hat bei der Generalaudienz im Vatikan Aufsehen erregt: Der Sechsjährige kletterte auf die Bühne und spielte neben Papst Franziskus und dem Erzbischof Georg Gänswein. Der Junge lief zwischen den Sesseln hin und her, auf denen die beiden Männer saßen. Außerdem begutachtete er die Uniform der Wächter der Schweizergarde.

Wenig später eilte die Mutter des Jungen zur Bühne. Sie nahm ihren Sohn, der Wenzel heißt, zur Seite und erklärte Papst Franziskus, dass der Sechsjährige nicht sprechen könne. Den Heiligen Vater störte die Neugier des Jungen offenbar nicht. "Lassen Sie ihn nur", sagte er zu der Mutter - und so spielte Wenzel weiter um ihn und die Wächter herum.

"Er ist Argentinier, er ist undiszipliniert"

Den Papst freute Wenzels Unbekümmertheit sichtlich. "Er ist Argentinier, er ist undiszipliniert", scherzte der 81 Jahre alte Franziskus über das Kind, dessen Mutter argentinische Wurzeln hat. Der Junge sei stumm, sagte der Papst. "Aber er weiß sich auszudrücken. Und es gibt noch mehr: Er ist frei - undiszipliniert frei - aber er ist frei."

Wenzel und seine Familie waren für die Generalaudienz von Verona nach Rom gereist. Die Einlage ihres Sohnes, dessen Bilder nun um die Welt gehen, sei nicht geplant gewesen, sagte Vater Ariel Wirth.

Sein Sohn sei nach der langen Reise und dem langen Warten auf den Papst einfach müde gewesen. Als sein Vater ihm gesagt habe, dass er Franziskus sehe, sei er sehr aufgeregt gewesen. Auch zu Hause lasse die Familie dem Jungen seine Freiheiten. "Er muss sich ausdrücken", sagte sein Vater. "Und wir leben damit, ohne seine Probleme zu verstecken."

bbr/sen/dpa/AP



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