Fotos von der Papstwahl Digitale Erleuchtung

Beim Tod von Johannes Paul II. schauten die Menschen gebannt Richtung Petersdom. Bei der Wahl von Papst Franziskus wiederholte sich die Szene - und war doch ganz anders: Zwei Bilder zeigen, wie sich die Zeiten geändert haben.

Rom - Wie sich die Bilder gleichen: Der Papst ist tot, und in Rom drängen sich die Menschen auf dem Petersplatz und der Via Della Conciliazione, die zu ihm führt. Es ist der 4. April 2005, zwei Tage zuvor ist Papst Johannes Paul II. gestorben. Viele Gläubige wollen dem verstorbenen Pontifex die letzte Ehre erweisen. Sein Leichnam wurde über den Petersplatz getragen, um im Petersdom aufgebahrt zu werden.

Gläubige auf der Via Della Conciliazione 2005: Kaum ein Handy zu sehen

Gläubige auf der Via Della Conciliazione 2005: Kaum ein Handy zu sehen

Foto: LUCA BRUNO/ AP

Acht Jahre später: Der Nachfolger Benedikt XVI. ist zurückgetreten, ein neuer Papst gewählt. Aber wer ist es? Noch wissen es die Gläubigen nicht, die sich in Rom versammelt haben. Wieder stehen Tausende auf dem Petersplatz und der Via Della Conciliazione.

Gläubige 2013: Elektronik en masse

Gläubige 2013: Elektronik en masse

Foto: AP/DPA

Hier enden jedoch die Gemeinsamkeiten. Auf dem Foto von 2005 wird kaum ein Handy oder eine Kamera hochgehalten, um den Augenblick festzuhalten. 2013 jedoch ist die technologische Entwicklung nicht zu übersehen: Dutzende Displays sind auf dem Pressefoto zu sehen, Tabletcomputer, Digitalkameras, Handys. Die Menschen wollen digital dabei sein - fast so, als sei das Wichtigste am Anlass, hinterher Fotos posten zu können.

ulz