Mögliche Brandstiftung Neun Tote bei Hausbrand in Paris

Mindestens neun Menschen sind bei einem schweren Brand in der französischen Hauptstadt ums Leben gekommen. Eine Frau wurde wegen Verdachts auf Brandstiftung in Gewahrsam genommen.

AP/ Benoit Moser/ BSPP

Bei einem Brand im 16. Arrondissement von Paris sind mindestens neun Menschen gestorben und 30 weitere verletzt worden, darunter auch Feuerwehrleute. Ersten Meldungen zufolge wird wegen Brandstiftung mit Todesfolge ermittelt. Laut Staatsanwaltschaft wurde eine Frau in Gewahrsam genommen.

Das Feuer war am frühen Dienstagmorgen in dem achtstöckigen Gebäude ausgebrochen. Aufnahmen des Fernsehsenders BFMTV zeigen, wie Flammen aus den Fenstern schlagen.

Die Feuerwehr war mit etwa 200 Einsatzkräften vor Ort, bei ihrer Ankunft soll die Situation schon lebensbedrohlich für die Bewohner gewesen sein. Etwa zwei Dutzend von ihnen waren vor dem Feuer aufs Dach geflohen oder durch Fenster ins Freie gelangt.

Eine Anwohnerin beobachtete, wie Menschen in Panik aus dem Haus liefen. "Ich hörte, wie eine Frau auf der Straße schrie, sie weinte und rief um Hilfe", erzählte Jacqueline Ravier. Eine andere Frau habe bewegungslos auf der Straße gelegen. Alles sei in Rauch gehüllt gewesen, es habe erstaunlich lange gedauert, das Feuer unter Kontrolle zu bringen.

Das brennende Haus wurde evakuiert, ebenso mehrere Gebäude in der Nachbarschaft der Rue Erlanger im Westen der Stadt. Einem Feuerwehrsprecher zufolge könnte sich die Zahl der Opfer noch erhöhen.

Die Brandursache ist noch unklar. Das 16. Arrondissement ist ein wohlhabender Stadtteil, in dem sich auch zahlreiche Museen und Restaurants befinden.

ala/dpa/Reuters



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