Zwischenfall über Florida Passagierflugzeug stieß beinahe mit Drohne zusammen

Es war ein Beinahe-Crash in 700 Metern Höhe: Laut US-Luftfahrtbehörde sind sich ein Passagierflugzeug und eine ferngesteuerte Drohne gefährlich nahe gekommen. Experten warnen, dass so etwas künftig häufiger passieren könnte.

Immer beliebter: Fluggeräte wie dieser ferngesteuerte Multikopter
REUTERS

Immer beliebter: Fluggeräte wie dieser ferngesteuerte Multikopter


San Francisco - Ein Beinahe-Zusammenstoß eines Passagierjets mit einem ferngesteuerten Flugobjekt hat die US-Luftaufsicht alarmiert. Wie die Behörde FAA jetzt mitteilte, ereignete sich der Zwischenfall Ende März kurz vor dem Flughafen von Tallahassee im Bundesstaat Florida. Ein CRJ200-Jet mit 50 Sitzplätzen der Gesellschaft US Airways aus Charlotte in North Carolina sei der Kollision nur knapp entgangen.

Dem Piloten zufolge "kam das Flugobjekt seinem Jet so nah, dass er sicher war, mit ihm zusammengestoßen zu sein", erklärte die FAA. Es flog demnach in einer Höhe von rund 700 Metern. Die Behörde konnte weder das Flugobjekt selbst noch dessen Piloten ausfindig machen.

"Das Risiko, dass kleine unbemannte Flugobjekte von den Triebwerken der Passagiermaschinen angesogen werden, ist sehr real", warnte FAA-Experte Jim Williams.

Die Nutzung von Drohnen und anderen ferngesteuerten Flugobjekten hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Weil die Preise sinken, können sich immer mehr Hobbypiloten die Geräte leisten. In den USA müssen sie sich bei der Luftaufsicht melden, wenn sie in einem Umkreis von etwa acht Kilometern rings um einen Flughafen fliegen.

stk/AFP/AP



insgesamt 116 Beiträge
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bananenrep 10.05.2014
1. Na toll......
da braucich ja gar keine Angst mehr vor Bomben im Flugzeug zu haben. Die fliegen jetzt zu den Planes. Wie alles, ich sehe bei Drohnen nur Negatives. Und wenn, dann darf höchstens das Militär Drohnen besitzen. Selbst aus Orwellschen Überlegungen gehören die bei "Todesstrafe" verboten. Incl. Polizei, denn gerade Vater Staat mißbraucht seine Kinder.
dieteroffergeld 10.05.2014
2. Ich hätt da mal 'ne Frage:
Wie eigentlich ist die Nutzung dieser "Spielzeuge für große Jungs und Mädchen im dichtbesiedelten Deutschland geregelt? Start für alle. Egal wo. Höhe spielt keine Rolle. Sachschäden reguliert wer. Privatsphäre ungeschützt. oder bleibt alles mal wieder ungeregelt und erweist sich als neues lukratives Terrain für Anwälte mit Schwerpunkt Spielzeuge?
madpet 10.05.2014
3.
In Deutschland muss man den Start auch anmelden, nicht nur in den USA.
chwe 10.05.2014
4. Ist diese Frage ernst gemeint ?
Zitat von dieteroffergeldWie eigentlich ist die Nutzung dieser "Spielzeuge für große Jungs und Mädchen im dichtbesiedelten Deutschland geregelt? Start für alle. Egal wo. Höhe spielt keine Rolle. Sachschäden reguliert wer. Privatsphäre ungeschützt. oder bleibt alles mal wieder ungeregelt und erweist sich als neues lukratives Terrain für Anwälte mit Schwerpunkt Spielzeuge?
Sie glauben wirklich dass in Deutschland etwas nicht reguliert wird ? Also: Pflichtversicherung, nicht im kontrollierten Luftraum (damit natuerlich nicht in der Naehe von Flughaefen), max. 5kg, nur innerhalb Sichtweit, nicht ueber Menschenmengen ... Uebrigens darf man in den USA sogar Ultraleichtflugzeuge ohne Pilotenschein fliegen. Also kein Spielzeug sondern als Pilot in einem richtigen Flugzeug.
taglöhner 10.05.2014
5.
Zitat von dieteroffergeldWie eigentlich ist die Nutzung dieser "Spielzeuge für große Jungs und Mädchen im dichtbesiedelten Deutschland geregelt? Start für alle. Egal wo. Höhe spielt keine Rolle. Sachschäden reguliert wer. Privatsphäre ungeschützt. oder bleibt alles mal wieder ungeregelt und erweist sich als neues lukratives Terrain für Anwälte mit Schwerpunkt Spielzeuge?
Es gelten, wie für Modellflugzeuge seit jeher, Höhenbeschränkungen und geschützte Bereiche mit Flugverbot bzw. einzuholender Freigabe.
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