Passau Mann gerät unter Güterzug und stirbt

In Passau ist ein Mann von einem Güterzug tödlich verletzt worden. Der abgelehnte Asylbewerber bat zunächst einen Polizisten auf dem Bahnsteig um Hilfe und versuchte dann plötzlich, auf den Zug aufzuspringen.


Am Passauer Hauptbahnhof ist ein 30 Jahre alter Mann zu Tode gekommen, als er unter einen Güterzug geriet. Der Mann, ein Asylbewerber aus Somalia, habe sich zunächst an Polizisten am Bahnsteig gewandt, teilte die Polizei mit. Er habe seine Koffer und seinen Rucksack vor den Beamten abgestellt und wiederholt um Hilfe gebeten.

Nachdem die Polizisten seine Identität prüfen wollten und sich seinen Ausweis aushändigen ließen, lief er nach Angaben der Polizei auf einmal weg und versuchte demnach, auf einen Güterzug aufzuspringen. Dabei blieb der Mann mit seiner Kleidung an einem Waggon hängen und zog sich tödliche Verletzungen am Kopf zu. Der Lokführer bemerkte den Zwischenfall nicht und hielt planmäßig nach 1500 Metern im Bahnhof.

Um sicherzugehen, dass in den Koffern kein Sprengstoff war, ließ die Polizei den Bahnhof zeitweise sperren. Der Mann war laut Polizei in Schleswig-Holstein untergebracht. Er war laut den Behörden unwiderruflich zur Ausreise verpflichtet und hatte einen Fahrschein von Hamburg nach München bei sich.

kko/dpa

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