Stärke 8,0 Schweres Erdbeben erschüttert Peru

In Peru hat sich erneut ein schweres Erdbeben ereignet. Die Stärke des Bebens betrug 8,0. Zuletzt hatte die Erde in dem Land im März gewackelt.

Ein zerstörtes Haus nach dem Erdbeben in Yurimaguas, Peru
Peru Fire Departement/ AFP

Ein zerstörtes Haus nach dem Erdbeben in Yurimaguas, Peru


Ein starkes Erdbeben hat Peru erschüttert. Dabei kam ein Mensch ums Leben, mehrere wurden verletzt. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke des Bebens mit 8,0 an. Der Ausgangspunkt habe 75 Kilometer südöstlich der peruanischen Stadt Lagunas in einer Tiefe von etwa 110 Kilometern gelegen.

Die peruanische Erdbebenwarte IGP gab die Stärke des Bebens um 2.41 Uhr (Ortszeit) mit 7,5 und die Tiefe mit 141 Kilometern an.

Ein Vertreter der Zivilschutzbehörde sagte dem Radiosender RPP, ein Mann sei in der Region Cajamarca ums Leben gekommen, weil ein herabstürzender Felsen in seinem Haus einschlug. Der 48-jährige lag demnach im Bett und schlief, als das Unglück passierte.

Elf weitere Menschen wurden nach Behördenangaben verletzt. Häuser stürzten ein, Straßen und eine Brücke wurden beschädigt. Auch das Nachbarland Ecuador war betroffen: Dort fiel in Teilen des Amazonasgebiets der Strom aus.

"Das Erdbeben betrifft den gesamten peruanischen Dschungel", sagte Präsident Martín Vizcarra in einer ersten Bestandsaufnahme. Wenn nötig, sollten die Opfer aus dem betroffenen Gebiet ausgeflogen werden.

Das gut zwei Minuten lange Beben am frühen Sonntagmorgen war eines der schwersten, die je in Peru gemessen wurden. Die Erschütterungen waren im Norden und im Zentrum des südamerikanischen Landes und in der Hauptstadt Lima zu spüren. Eine Tsunami-Warnung wurde wegen der Tiefe des Bebens nicht ausgegeben, wie das Tsunami-Warnzentrum für den Pazifik mitteilte.

Peru hat jedes Jahr hunderte Erdbeben

Wegen seiner geografischen Lage am sogenannten Pazifischen Feuerring gibt es in Peru jedes Jahr hunderte Erdbeben. Im Februar 2018 waren bei einem Erdstoß der Stärke 7,3 nahe der Stadt Arequipa im Süden des Landes zwei Menschen ums Leben gekommen.

Anfang März 2019 hatte ein Erdbeben der Stärke 7,0 den Süden des südamerikanischen Landes erschüttert. Das Beben damals ereignete sich in einer Tiefe von 270 Kilometern. Dabei wurden nach Angaben des Katastrophendienstes Indeci weder Opfer noch Schäden verzeichnet.

bam/AFP/dpa

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