Mindestens sechs Tote Starkes Erdbeben trifft Philippinen

Wankende Häuser, umstürzende Mauern: Ein Erdbeben der Stärke 6,1 hat die Region um die philippinische Hauptstadt Manila erschüttert. Mindestens sechs Menschen kamen ums Leben.

Philippinische Rettungskräfte versorgen nach einem Erdbeben Verletzte in der Region Manila.
Aaron Favila/AP

Philippinische Rettungskräfte versorgen nach einem Erdbeben Verletzte in der Region Manila.


Bei einem Erdbeben der Stärke 6,1 im Norden der Philippinen sind am Montag mindestens zwei Menschen gestorben. Dutzende weitere wurden verletzt, wie die Provinzgouverneurin von Pampanga, Lilia Pineda, mitteilte. Demnach kamen ein Mädchen und seine Großmutter beim Einsturz einer Mauer in der Stadt Lubao nördlich der Hauptstadt Manila ums Leben.

Beim Zusammenbruch eines vierstöckigen Gebäudes in der nahen Stadt Porac seien außerdem mindestens 20 Menschen verletzt worden, sagte Pineda. Im Erdgeschoss habe sich ein Supermarkt befunden. Menschen sollen dort verschüttet sein, sagte die Gouverneurin dem Fernsehsender ANC. Aus den Trümmern seien Schreie zu hören gewesen. Retter seien auf dem Weg.

Behörden warnen vor Nachbeben

Das Epizentrum des Bebens lag in der Stadt Castillejos in der Provinz Zambales, wie die Erdbebenwarte Phivolcs in Quezon City mitteilte. In dem Ort mit knapp 65.000 Einwohnern rannten Menschen in Panik auf die Straßen, wie lokale Medien berichteten. Einige Gebäude stürzten ein. Entlang einer Hauptverkehrsstraße wurden demnach Risse und Steinschläge beobachtet. Laut Phivolcs-Direktor Renato Solidum wurde keine Tsunami-Warnung erwartet. Er rief die Menschen jedoch wegen möglicher Nachbeben zur Vorsicht auf.

Das Beben war Berichten zufolge in der gesamten Großregion um die philippinische Hauptstadt zu spüren, wo Menschen aus Büros und Geschäftsgebäuden flohen. Der Betrieb der Schwebebahn im Raum Manila wurde nach Angaben des technischen Leiters Michael Capati aus Sicherheitsgründen vorerst eingestellt. Castillejos ist auf dem Landweg etwa 140 Kilometer von Manila entfernt.

Ein Tweet zeigt, wie die Hochhäuser in der Nähe von Manila durch das Erdbeben wankten:

Die Philippinen liegen auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, wo sich rund 90 Prozent aller Erdstöße weltweit ereignen. Das letzte große Beben mit einer Stärke von 7,1 hatte im Oktober 2013 mehr als 220 Menschen das Leben gekostet.

koe/dpa/AFP/Reuters



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