Philippinen Viele Tote bei Taifun "Kammuri"

Überschwemmungen, Stromausfälle, abgedeckte Dächer: Taifun "Kammuri" hat auf den Philippinen enorme Schäden angerichtet. Fast 500.000 Menschen sind obdachlos geworden.

Sorsogon, südlich von Manila: Aufräumarbeiten nach Taifun "Kammuri"
RAZVALE SAYAT /AFP

Sorsogon, südlich von Manila: Aufräumarbeiten nach Taifun "Kammuri"


Die Zahl der Toten infolge des tropischen Wirbelsturms "Kammuri" auf den Philippinen ist Behördenangaben zufolge auf mindestens 17 gestiegen. Fast eine halbe Million Menschen, die meisten davon im Osten des Inselstaats, verloren vorübergehend ihr Zuhause, wie die Polizei und der Katastrophenschutz des südostasiatischen Landes mitteilten.

Zu den jüngst gemeldeten Toten gehören laut Polizei drei Menschen, die in den Provinzen Sorsogon und Camarines Sur ertranken. Mehrere andere Todesopfer waren von herabstürzenden Bäumen oder Dachteilen erschlagen worden. Ein Fischer wurde vom Blitz getroffen. Weitere Menschen wurden laut Polizei verletzt. Auch gebe es Vermisste.

Die heftigen Böen von "Kammuri" hatten zudem Schäden an vielen Gebäuden hinterlassen. Der Sturm deckte Dächer ab, ließ Bäume und Strommasten umstürzen, verursachte Überschwemmungen und Stromausfälle.

Am Dienstag hatte der Taifun die Hauptstadtregion Manila erreicht, wo die meisten Behörden die Arbeit einstellten und der Unterricht ausfiel. Auch der Ninoy Aquino International Airport in Manila schloss vorübergehend - mehr als 500 Flüge fielen aus. Den Behörden zufolge hat der Flughafen den Betrieb wieder aufgenommen, der Verkehr sollte sich dort im Laufe des Tages normalisieren.

Taifun hat sich abgeschwächt

Der Sturm bewegt sich Meteorologen zufolge allmählich in nordwestlicher Richtung von den Philippinen weg und hat sich etwas abgeschwächt. Er erreichte demnach noch Windgeschwindigkeiten von bis zu hundert Kilometern pro Stunde. Einzelne Böen hätten bei bis zu 125 Kilometer pro Stunde gelegen.

Die Philippinen werden jedes Jahr von zahlreichen Taifunen heimgesucht. Einer der stärksten Taifune, "Haiyan", traf den Inselstaat 2013. Mehr als 6000 Menschen kamen ums Leben, rund vier Millionen Menschen verloren ihr Zuhause.

wit/dpa



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