Philippinen Tausende flüchten vor Vulkan Mayon

Immer wieder haben die Ausbrüche des philippinischen Vulkans Mayon viele Menschenleben gekostet. Nun warnen Behörden vor einer neuen Katastrophe. Rund 20.000 Menschen wurden aufgefordert, das umliegende Gebiet zu verlassen.


Legaspi - Das Militär schickte Lastwagen, um die Anwohner rasch aus der Gefahrenzone zu bringen. Rund 30 Dörfer an den Hängen des Vulkans auf der philippinischen Hauptinsel Luzon sind betroffen. Die Räumungen müssten bis Mittag abgeschlossen sein, hieß es im örtlichen Rundfunk.

Der fast 2500 Meter hohe Vulkan am südöstlichsten Ende von Luzon ist seit einigen Wochen wieder aktiv. Heute wurde die gesamte Region innerhalb von 40 Minuten von fünf Eruptionen erschüttert, dann spie der Vulkan eine Lava-Fontäne aus. Am Morgen bedeckte eine kilometerhohe Aschenwolke den Krater. Das staatliche Erdbebeninstitut erließ die vorletzte Alarmstufe.

In den vergangenen 400 Jahren brach der Mayon mehr als fünfzig Mal aus, der letzte größere Ausbruch war im Juli 2001. Im Jahr 1814 kamen bei einer Eruption laut Schätzungen mehr als tausend Menschen ums Leben. Wegen seines nahezu perfekt geformten Kegels gilt der Mayon als einer der schönsten Vulkane weltweit. Die Philippinen liegen auf dem sogenannten Feuerring, einem Vulkangürtel am Rande des Pazifischen Ozeans.

str/AFP/reuters



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