Philippinen Sturm "Kai-Tak" fordert mehr als 30 Tote

Ein Tropensturm ist in der Nacht mit Starkregen auf die Philippinen getroffen. Noch immer drohen Erdrutsche und Überschwemmungen, mehr als 30 Menschen kamen ums Leben.
Zerstörte Häuser auf der Insel Samar

Zerstörte Häuser auf der Insel Samar

Foto: ALREN BERONIO/ AFP

Auf den Philippinen sind bei Erdrutschen, Überschwemmungen und Unfällen infolge des Sturms "Kai-Tak" mehr als 30 Menschen gestorben. Weitere 30 Menschen werden nach einem Erdrutsch in der Stadt Naval im Osten des Inselstaats vermisst. "Ein großer Erdblock ist von einem benachbarten Berg abgerutscht und mit riesigen Steinen, Bäumen und Wasser niedergegangen", berichtete ein örtlicher Polizeisprecher.

"Kai-Tak" war Samstagnacht auf die Philippinen getroffen und hat seine Stärke mit bis zu 90 Stundenkilometer schnellen Böen auch am Sonntag gehalten. Nach Angaben der Wetterbehörde zieht der Sturm in Richtung Westen. Er soll noch bis Donnerstag weiteren Regen über die Mitte und den Westen der Philippinen bringen. Behörden warnen weiterhin vor Überschwemmungen und Erdrutschen.

Zerstörtes Haus in San Mateo

Zerstörtes Haus in San Mateo

Foto: ALREN BERONIO/ AFP

Tacloban: 82 Prozent der Stadt überflutet

40.000 Menschen mussten wegen des Sturms ihre Häuser verlassen. Zudem sitzen Tausende Reisende fest, weil der Fährverkehr wegen der stürmischen See teilweise ausgesetzt war. Viele waren auf dem Weg zu Verwandten, um mit ihnen Weihnachten zu feiern. Auf den katholisch geprägten Philippinen sind die Weihnachtsferien eine beliebte Reisezeit.

Nach Angaben des Katastrophenschutzes wurden infolge von "Kai-Tak" Stromleitungen in 39 Städten beschädigt, auch Straßen und Brücken waren demnach betroffen. In der Stadt Tacloban auf Leyte gab es den Behörden zufolge Überflutungen von bis zu anderthalb Metern Höhe. 82 Prozent der Stadt standen demnach unter Wasser.

Auf den besonders betroffenen Inseln Samar und Leyte leben insgesamt rund 4,5 Millionen Menschen. Auf den Inseln hatte vor vier Jahren Taifun "Haiyan" gewütet. Damals waren mehr als 7350 Menschen ums Leben gekommen.

irb/AFP/dpa
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