Unglück in Pike-River-Mine Tote Bergleute in Neuseeland werden nicht geborgen

Das Pike-River-Bergwerk wird ihr Grab: 29 Kumpel, die bei dem schweren Grubenunglück in Neuseeland vor vier Jahren ums Leben kamen, werden nicht mehr geborgen. In der Mine sei es für Einsatzkräfte zu gefährlich, heißt es.

Einsatzkräfte am Pike-River-Bergwerk (im Juni 2011): "für alle Angehörigen eine Enttäuschung"
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Einsatzkräfte am Pike-River-Bergwerk (im Juni 2011): "für alle Angehörigen eine Enttäuschung"


Wellington - Vier Jahre nach dem schweren Unglück in der neuseeländischen Pike-River-Mine steht fest: Die Leichen der 29 getöteten Bergleute werden nicht geborgen. Es sei zu gefährlich, Einsatzkräfte in das Kohlebergwerk nördlich von Greymouth auf der Südinsel Neuseelands zu schicken, teilte die Vorstandschefin der staatlichen Bergwerksfirma Solid Energy mit.

"Wir wissen, dass diese Entscheidung für alle Angehörigen eine Enttäuschung ist", sagte Pip Dunphy. "Aber es ist nicht akzeptabel, dass in dieser Mine womöglich weitere Menschen ums Leben kommen." In dem Bergwerk herrscht laut Dunphy Einsturzgefahr, zudem gebe es Probleme mit der Belüftung.

In der Pike-River-Mine hatte sich am 19. November 2010 eine Methangasexplosion ereignet. Weil es wenige Tage später erneut zu einer Explosion kam, wurde die Hoffnung auf Überlebende aufgegeben. Die Leichen der 29 Bergleute werden in rund zweieinhalb Kilometern Tiefe vermutet.

Eine Kommission machte für das Unglück später laxe Sicherheitsvorkehrungen verantwortlich. Gerichte verurteilten den Betreiber und einen Subunternehmer zur Zahlung von Schadensersatz. Betreiber Pike River Coal meldete 2010 Konkurs an.

rls/AP/dpa



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