Sachsen Ein Toter nach Unglück in Chemiewerk

Bei einer Explosion in einer Chemiefabrik in Pirna soll laut Polizeiangaben mindestens ein Mensch gestorben sein, vier weitere seien verletzt. Sicherheitskräfte sperrten die Umgebung der Fabrik.
Rettungskräfte in Pirna: Bei einer Explosion kam ein Mensch ums Leben

Rettungskräfte in Pirna: Bei einer Explosion kam ein Mensch ums Leben

Foto: Daniel Förster/ dpa

Pirna - In einer Chemiefabrik im sächsischen Pirna ist es am Montag zu einer schweren Explosion gekommen - ein Mann kam dabei ums Leben. Vier weitere Arbeiter erlitten nach Angaben der Rettungskräfte Brandverletzungen und Knochenbrüche. Nach der Explosion brach ein Feuer aus, Trümmer flogen rund 50 Meter auf die Straße. Die Löscharbeiten dauerten am späten Abend noch an. Wegen austretender Lösungsmittel mussten mehr als hundert Anwohner in Sicherheit gebracht werden.

Die Unglücksursache war zunächst offen. Betriebsleiter Joachim Seifert sagte am späten Montagabend vor Ort, es sei vollkommen unklar, wie es dazu kommen konnte. In dem betroffenen Produktionsgebäude, das in einem Wohngebiet steht, wurde seinen Angaben zufolge am Montag erstmals in größerer Menge ein Flammschutzmittel für Textilien hergestellt.

Zum Zeitpunkt des Unglücks gegen 17.20 Uhr befanden sich etwa 30 Firmenmitarbeiter auf dem Gelände. Mehr als 200 Polizisten und weitere Rettungskräfte waren im Einsatz. Die Umgebung der Fabrik musste in einem Umkreis von 100 Metern aus Sicherheitsgründen vorsorglich gesperrt werden. Nach Feuerwehrangaben wurden die Fassade des Fabrikgebäudes sowie einige Wohnhäuser in der Nähe beschädigt.

In der Chemiefabrik sind nach Angaben der Stadt etwa 120 Mitarbeiter beschäftigt. Nach Unternehmensangaben werden unter anderem Chemikalien zur Textilveredelung und Papierbehandlung hergestellt.

Nähere Angaben zu den Opfern konnten die Einsatzkräfte noch nicht machen. Wie die"Sächsische Zeitung" berichtet , werden eingehende Untersuchungen des Unglücks erst am Dienstag möglich sein.

eth/dpa
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