Grubenunglück in Polen Tote und Verletzte nach Explosionen

Mindestens vier Grubenarbeiter sind bei einer Methangasexplosion im Süden Polens getötet worden, viele weitere wurden verletzt. In den Kohleminen des Landes passieren immer wieder tödliche Unfälle.
Ein Krankenwagen erreicht die Pniówek-Mine im Süden Polens

Ein Krankenwagen erreicht die Pniówek-Mine im Süden Polens

Foto: Dominik Gajda / Agencja Wyborcza.pl / REUTERS

Bei einem Grubenunglück in der Pniówek-Mine im Süden Polens sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen, 20 weitere wurden verletzt. Das teilen die Behörden und der Bergwerksbetreiber Jastrzębska Spółka Węglowa (JSW) mit.

In dem Steinkohlebergwerk im südpolnischen Pawlowice hatte sich nach Angaben des Betreibers kurz nach Mitternacht in einer Tiefe von tausend Metern eine erste Methangasexplosion ereignet. Zu diesem Zeitpunkt hätten sich 42 Grubenarbeiter in dem betroffenen Bereich aufgehalten. Viele von ihnen hätten Verbrennungen erlitten, teilt JSW mit. Die zweite Explosion unter Tage hatte sich demnach ereignet, als Rettungskräfte sich dort um Verletzte kümmerten.

Polens Ministerpräsident will zum Unglücksort reisen

Der polnische Regierungschef Mateusz Morawiecki sprach den Angehörigen der Todesopfer sein Mitgefühl aus und kündigte einen Besuch am Unglücksort an.

Polen gewinnt immer noch etwa 70 Prozent seiner Energie aus Kohle. In Polens Bergbau-Sektor arbeiten fast 80.000 Menschen.

In den vergangenen Jahren ereigneten sich in dem Land mehrere Grubenunglücke. So wurden 2021 beim Einsturz einer Mauer unter Tage in der südpolnischen Mysłowice-Wesoła-Mine zwei Männer getötet und zwei weitere verletzt. 2018 starben fünf Grubenarbeiter bei einem Erdbeben in der ebenfalls im Süden des Landes gelegenen Zofiówka-Mine.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version war von einem Braunkohlebergwerk die Rede. Richtig ist jedoch Steinkohlebergwerk. Wir haben den Fehler korrigiert.

ani/AFP/Reuters