kurz & krass Best-of Straßenverkehr 2015 Panzer landet in Vorgarten

Ein Tankstellen-Staubsauger löst eine Explosion aus, ein Fahrschüler landet mit seinem Panzer in einem Vorgarten, und ein dummer Spruch kostet einen Biker das Motorrad: Hier sind die kuriosesten Verkehrsmeldungen des Jahres.

Australische Polizei zieht motorisierte Kühlbox aus dem Verkehr

Motorisierte Kühlbox in Adelaide: "Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer"

Motorisierte Kühlbox in Adelaide: "Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer"

Foto: DPA/Polizei Adelaide

Cool, aber leider illegal: Ein Australier hat eine Kühltruhe zu einem Fahrzeug umgebaut. Im Januar kurvte der 26-Jährige damit durch die Straßen von Adelaide - und wurde prompt von der Polizei gestoppt.

Er hatte keinen Führerschein dabei, keine Versicherung und ein nicht zugelassenes Fahrzeug. Da konfiszierten die Polizisten die motorisierte Kühlbox. Die Begründung eines Polizeisprechers: "Solche Vehikel können nur auf Privatgelände gefahren werden, weil sie eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer darstellen."


Männer lösen mit Tankstellen-Staubsauger Explosion aus

Tankstelle in Herne: Verpuffung nach Staubsauger-Einsatz

Tankstelle in Herne: Verpuffung nach Staubsauger-Einsatz

Foto: DPA/Polizei Herne

Benzin statt Diesel tankten Anfang des Jahres zwei Männer in Herne. Kann ja mal passieren. Und die beiden hatten auch eine Idee, wie sie ihren Fauxpas wieder beheben könnten - jedoch keine sehr kluge.

Die 34 und 35 Jahre alten Männer versuchten zunächst, das Benzin mit einem Schlauch und Ansaugen durch den Mund in einen Kanister abzuleiten. Ohne Erfolg. Laut Polizei schoben sie ihren Wagen daraufhin zu einem Tankstellen-Staubsauger. Sie warfen einen Euro in das Münzfach und setzten das Gerät in Gang.

Das Ergebnis: Es kam zu einer heftigen Verpuffung. Das gesamte Metallgehäuse des Saugers wurde auseinandergerissen und ein in der Nähe stehendes Auto durch Hitze und Flammen erheblich beschädigt. Verletzt wurde zum Glück niemand.


Britischer Panzer landet in Vorgarten

Gemeinde Borchen bei Paderborn: Panzer im Vorgarten

Gemeinde Borchen bei Paderborn: Panzer im Vorgarten

Foto: Polizei Paderborn

Einen Schreckmoment gab es im Februar für die Bewohner eines Hauses in Ostwestfalen: Ein britischer Panzer rollte in ihren Vorgarten und kam erst nach einer Kollision mit der Grundstücksmauer und einer Hecke zum Stehen. Am Steuer saß ein Fahrschüler.

Ausgelöst hatte den Unfall ein technischer Defekt. Als das Fahrzeug in der Gemeinde Borchen bei Paderborn unterwegs war, löste sich laut Polizei ein Bolzen an einem Laufrad der Panzerkette. Dadurch sei der Panzer ins Schlingern geraten und von der Straße abgekommen. Den Insassen des Panzers sei nichts passiert.


Mehr als 50 Jahre Fahrverbot

Weil er nach einem Mini-Unfall mit seinem Auto vom Tatort verschwand, sollte ein Mann aus Düsseldorf im Frühjahr seinen Führerschein abgeben - und zwar für 52,5 Jahre. Laut Strafbefehl hätte sich der Mann, der beruflich auf sein Auto angewiesen ist, erst im greisen Alter von 101 Jahren wieder ans Steuer setzen dürfen.

"Sechs Monate wären angemessen gewesen", sagte ein Sprecher des Amtsgerichts. Dass schließlich 630 Monate Fahrverbot im Strafbefehl standen, sei wohl einem Fehler bei der Staatsanwaltschaft geschuldet, den der zuständige Richter übersehen habe. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte: "Die Kollegin wird beim Zahlenfeld auf der Tastatur aus Versehen auf mehrere Tasten gleichzeitig gekommen sein."

Der Autofahrer legte Widerspruch ein und konnte in der Gerichtsverhandlung der drakonischen Strafe entkommen. Weil ihm nicht nachzuweisen war, dass er den Rempler bemerkt hat, wurde das Verfahren gegen Zahlung von 600 Euro Geldauflage eingestellt.


Mann gibt Führerschein bei Polizei ab - und fährt mit Auto davon

Die Polizei sprach von einem "besonders dreisten und unbelehrbaren Mann": Ein 30-Jähriger gab im Sommer seinen Führerschein auf einer Wache ab. Gegen ihn war ein einmonatiges Fahrverbot verhängt worden, wie die Polizei im thüringischen Heiligenstadt mitteilte. Ordnungsgemäß habe der Mann den Beamten seine Papiere ausgehändigt und sei ausdrücklich belehrt worden, dass damit bereits das Fahrverbot gelte.

Davon ließ sich der Mann aber nicht abschrecken: Laut Polizei stieg er auf der Beifahrerseite in seinen Wagen. Als sich das Auto in Bewegung setzte, sahen die Beamten, dass darin nur eine Person saß. Daraufhin setzten sich die Beamten ebenfalls ins Auto, verfolgten den 30-Jährigen - und konnten ihn stellen.


Dummer Spruch, dann war das Motorrad weg

"Benzin zu teuer?", rief ein Motorradfahrer im Sommer einem Polizisten mit Dienstfahrrad in Oberhausen zu. Der Konter ließ nicht lange auf sich warten. Der Beamte musterte den Biker und sagte, er habe ja offensichtlich reichlich Geld für Benzin - immerhin laufe der Sprit sogar aus der Maschine raus.

Als der Mann den gelösten Benzinschlauch notdürftig reparieren wollte, überprüfte der Polizist dessen Motorrad: Das Kennzeichen war offensichtlich gestohlen. Einen Führerschein hatte der Mann auch nicht. Die Maschine musste der Fahrer gleich stehenlassen und zu Fuß zu seiner Vernehmung laufen.


Betrunkener Lkw-Fahrer parkt auf Überholspur

Die Polizisten brauchten mehrere Minuten, um den Mann zu wecken - er hatte etwa vier Promille Alkohol im Blut: Ein völlig betrunkener Lkw-Fahrer parkte im Oktober seinen Sattelzug auf der Überholspur des Münchner Autobahnrings, machte das Licht aus und legte sich schlafen. Eine Streife entdeckte den Wagen auf der A99 bei Aschheim.

wit
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