Im Gorilla-Kostüm Polizist kriecht den London-Marathon

42,195 Kilometer durch die britische Hauptstadt, auf Händen und Füßen: Ein Mann im Gorilla-Kostüm startete beim London-Marathon - und ist immer noch unterwegs. Was lustig aussieht, ist für einen guten Zweck.

DPA/ PA

Zehntausende Läufer haben am Sonntag beim London-Marathon mitgemacht. Einer von ihnen ist immer noch unterwegs: Seit der Startschuss für den berühmten Lauf gefallen ist, kriecht der Polizist Tom Harrison auf der rund 42 Kilometer langen Strecke durch die britische Hauptstadt - im Gorilla-Kostüm, auf allen Vieren.

Im Namen der Organisation "The Gorilla Organization" will der 41-jährige Familienvater mit seiner Verkleidung auf die bedrohte Tierart aufmerksam machen. Es ist nicht sein erstes Mal als "Mr Gorilla", wie er sich selbst nennt. Im vergangenen Jahr bestritt er bereits einen Marathon im Gorilla-Kostüm, im Januar schwamm er damit in der Themse.

Nun also der London-Marathon, die Hälfte der Strecke ist bereits geschafft. Wenn er durchhält, wird Harrison vermutlich am Freitag die Ziellinie überqueren. Auf seinem Twitter-Account hält "Mr Gorilla" seine Fans auf dem Laufenden.

Pro Tag kriecht der Gorilla-Mann zwischen zehn und zwölf Stunden auf Händen und Knien. "Inzwischen tun mir alle Muskeln weh", sagte er am dritten Tag. "Ich hatte heute vermutlich ein paar mehr Pausen, als die letzten Tage. Aber ich komme vorwärts, das ist alles, was zählt."

Harrison sei einer der Top-Spendensammler, sagte die Vorsitzende der Tierschutzorganisation Jillian Miller. "Er ist einer dieser unglaublichen Menschen, die sich etwas in den Kopf setzen und das dann auch durchziehen."

Mit der Aktion will Harrison rund 2000 Pfund sammeln - Miller zufolge würde diese Summe ausreichen, um mehr als drei Monate lang die Arbeit von Rangern, die sich im Osten von Kongo für den Schutz der Gorillas einsetzen, zu finanzieren.

kry



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