Unglück vor Portugal Sechs Sportfischer im Atlantik ertrunken

Vor der Küste Portugals sind sechs Menschen bei einem Schiffsunglück ums Leben gekommen. Die Sportfischer waren wenige hundert Meter vom Strand entfernt in einen Sturm geraten. Nur ein Mensch konnte sich an Land retten.


Lissabon - Vor der Küste Portugals ist es erneut zu einem Unglück gekommen: Sechs Sportfischer ertranken nach dem Kentern ihres Bootes südlich von Lissabon im Atlantik. Wie die Rettungsdienste mitteilten, konnte sich ein siebter Insasse des Schiffs schwimmend an Land retten.

Das Boot mit den Sportfischern verunglückte etwa 500 Meter vor Costa da Caparica im Süden der portugiesischen Hauptstadt. Nach Angaben der Behörden brachten etwa vier Meter hohe Wellen das Boot zum Kentern. Der einzige Überlebende wurde wegen Unterkühlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Leichen der übrigen Insassen wurden am Strand geborgen.

Die Sportfischer hatten sich auf der Fahrt nach Lissabon befunden. Sie wollten Barsche fischen. Nach Angaben der Hafenbehörde hatten sie sich, um die Route abzukürzen, der Küste vermutlich mehr genähert, als bei dem Seegang ratsam gewesen wäre. Auch hatten sie entgegen den Vorschriften keine Schwimmwesten getragen.

Vor einer Woche waren weiter südlich in der Gegend von Setúbal sieben Studenten - vier Frauen und drei Männer - von einer Riesenwelle ins Meer gerissen worden. Nur einer der Studenten konnte an Land schwimmen. Ein weiterer wurde tot geborgen. Die übrigen werden bis heute vermisst. Die Suche auf dem Meer wurde mittlerweile eingestellt. Nach Angaben der Behörden wird nur noch die Küste darauf abgesucht, ob das Meer die Leichen an Land geschwemmt hat.

Laut der Zeitung "Público" kamen in den vergangenen sechs Jahren mehr als 40 Menschen in den Wellen vor der portugiesischen Küste ums Leben. Die meisten Unglücke ereignen sich im Herbst und im Winter, in diesen Jahreszeiten ist die Brandung besonders gefährlich.

wit/dpa/AFP



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