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Prinz Harry Versöhnung, erster Akt?

aus DER SPIEGEL 17/2022
Foto:

Aaron Chown / dpa

Wenn die beiden unterwegs sind, sind die Paparazzi nicht fern. Nur dieses Mal scheint ihnen ein Kunststück gelungen zu sein: Prinz Harry, 37, Royal im selbst gewählten Exil, und seine Ehefrau Meghan, 40, besuchten nach ihrem Umzug in die USA zum ersten Mal gemeinsam Europa und schauten bei der Queen in Windsor vorbei, ohne einen Tross Fotografen im Schlepptau – bisher ist jedenfalls kein Bilddokument aufgetaucht. Der Palast schweigt über den Besuch, Harry erzählte in einem TV-Interview, dass seine 96-jährige Großmutter in bester Form sei und es »großartig« gewesen sei, sie zu treffen. Kurz nach der Begegnung berichtete »The Telegraph«, dass Harry und Meghan eingeladen sind, an den Festlichkeiten zum 70. Thron­jubiläum der Queen im Juni teilzunehmen, wenn auch nicht an allen Programmpunkten. Sie sollen mit der ganzen Familie auf dem Balkon des Buckingham-Palasts auftreten, bei der Abnahme der traditionellen Militärparade »Trooping the Colours« und anderen offiziellen Zeremonien allerdings nicht mit von der Partie sein. Nach der Stippvisite bei Großmutter reiste das Paar in die Niederlande weiter. In Den Haag eröffnete Harry die von ihm 2014 gegründeten Invictus Games, einen internationalen Sportwettbewerb für im Dienst verwundete Soldaten und Soldatinnen. Die Begegnung in Windsor macht manchen Hoffnung, dass Harry sich wieder mit der Familie versöhnt. Ob er die Einladung zur Feier der langen Regentschaft von Elizabeth II. angenommen hat, ist nicht überliefert. Es gibt nicht nur emotionale, sondern auch juristische Hindernisse: Der Rechtsstreit mit der britischen Regierung um die Frage, wer für Harrys Polizeischutz im Königreich aufkommt, ist noch nicht beigelegt.

ks
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