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Düngemittelfrachter vor Helgoland Einsatzkräfte müssen Löscharbeiten unterbrechen

500 Kubikmeter Seewasser wurden in den Frachtraum gepumpt, dann brach ein Schlauch: Die Löscharbeiten an dem Düngemittelfrachter "Purple Beach" mussten unterbrochen werden. Die Rauchentwicklung hat jedoch bereits stark abgenommen.

Das Havariekommando hat die Löscharbeiten auf dem Düngemittelfrachter "Purple Beach" nach wenigen Stunden unterbrochen. Beim Fluten des Frachtraums sei ein Schlauch gebrochen, teilte ein Sprecher mit. Zudem müsse ein Teil der Filteranlage überprüft werden. Das Einsatzschiff zog sich vorübergehend von der "Purple Beach" zurück, die etwa 30 Kilometer westlich von Helgoland liegt. Wegen schlechten Wetters mit Wellenhöhen bis zu drei Metern könne kein anderes Schiff die Arbeit übernehmen.

Die "Purple Beach" ist mit etwa 20.000 Tonnen Düngemittel beladen. In einem der Laderäume gibt es seit Montagabend ein Feuer oder eine chemische Reaktion mit starker Wärme- und Rauchentwicklung.

Nachdem das Risiko einer Explosion ausgeschlossen worden war, gingen am Mittwochabend vier Brandbekämpfer an Bord und legten drei Schläuche von einem Schiff zu dem Laderaum. Etwa 500 Kubikmeter Seewasser wurden hineingepumpt, bis ein Schlauch brach. Die Rauchentwicklung aus dem Schiffsinneren sei "stark zurückgegangen", teilte das Havariekommando mit. Sobald wie möglich solle weiteres Wasser in das 192 Meter lange Schiff einer Hamburger Reederei gepumpt werden.

hut/dpa/AFP
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