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Jonathan Kent Queerer Superman

aus DER SPIEGEL 42/2021
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John Timms / DC Comics

Er kämpft gegen Waldbrände und gegen die Abschiebung von Flüchtlingen. Aber nicht nur das Böse hat sich verändert, auch dieser Superman ist anders als sein Vater. Nun teilte der Verlag DC Comics mit, dass Jon Kent, der Sohn von Clark Kent und Lois Lane, in der kommenden Ausgabe des Comics sein Coming-out feiern wird. Demnach ist Supermans Sohn bisexuell. Den fiktiven Charakter Jon Kent gibt es seit sechs Jahren. Laut dem Verlag ist er in »Superman: Son of Kal- El« angeschlagen. Er sei »geistig und körperlich ausgebrannt, weil er versucht hat, jeden zu retten, den er retten kann«. In diesem Moment sei sein Freund für ihn da. In dem neuen Heft, das im November erscheinen wird, gibt es eine Kussszene zwischen den beiden. Superman habe immer für Hoffnung, Wahrheit und Gerechtigkeit gestanden, sagte der Comicautor Tom Taylor. »Heute repräsentiert er noch mehr. Denn mehr Menschen können sich nun in dem stärksten Superhelden wiederfinden.« Die US-Comicszene ist zunehmend darum bemüht, Diversität und verschiedene sexuelle Identitäten abzubilden. Auch Batmans Assistent Robin sowie Jokers Gefährtin Harley Quinn wurden als bisexuell geoutet, der Gott Loki als genderfluid bezeichnet. Über den queeren Mann aus Stahl jubelten Fans in den sozialen Medien. Er wisse, »welche positiven Auswirkungen das auf so viele junge Menschen heute und in Zukunft haben wird«, erklärte etwa der US-Schauspieler Anthony Rapp auf Twitter.

ehv
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