Verurteilter Sänger Richterin lässt Geld auf Gefängniskonto von R. Kelly konfiszieren

Fast 28.000 Dollar hatte der wegen Missbrauchs verurteilte Ex-Popstar R. Kelly auf seinem Gefängniskonto. Eine New Yorker Richterin legte nun fest, dass das Geld genutzt werden muss, um einen Teil seiner Strafe zu zahlen.
R. Kelly während seiner Anhörung im Missbrauchsprozess 2019

R. Kelly während seiner Anhörung im Missbrauchsprozess 2019

Foto: Antonio Perez; Chicago Tribune / dpa

Das Geld auf dem Gefangenenkonto von Ex-Popstar R. Kelly wird auf Anordnung einer New Yorker Richterin konfisziert. Die zuständige Gefängnisbehörde müsse in den kommenden zehn Tagen einen Scheck über die Summe von 27.828 Dollar (rund 27.700 Euro) an das Gericht ausstellen, legte Richterin Ann Donnelly fest. Sie begründete die Maßnahme damit, dass Kelly noch nichts von seiner Ende Juni verhängten Geldstrafe in Höhe von rund 100.000 Dollar bezahlt habe. Wie das Geld auf dem Gefangenenkonto von Kelly zusammengekommen war, wurde nicht mitgeteilt.

Kelly war bei dem Prozess in New York Ende Juni unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger auch zu einer Haftstrafe von 30 Jahren verurteilt worden.

Derzeit steht er schon wieder vor Gericht, diesmal in Chicago. Unter anderem wegen der Herstellung von Kinderpornografie in mehreren Fällen, der Verleitung Minderjähriger zu sexuellen Handlungen und der Behinderung der Justiz ist er in 13 Punkten angeklagt. Dem »I Believe I Can Fly«-Sänger droht erneut eine jahrzehntelange Haftstrafe.

kfr/dpa

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