Rassenunruhen Wieder Randale zwischen asiatischen und weißen Jugendlichen

Nach den schweren Rassenunruhen in der Nacht zum Sonntag hat es in der nordenglischen Stadt Oldham erneut Krawalle gegeben.


"Leben und leben lassen...?"
AP

"Leben und leben lassen...?"

London - Wie die BBC berichtete, lieferten sich asiatische Jugendliche trotz starken Polizeiaufgebots erneut Straßenkämpfe mit weißen Altersgenossen und Sicherheitskräften. Wieder wurden Barrikaden errichtet und Polizisten mit Steinen und Brandsätzen beworfen. Auch auf das Büro einer Lokalzeitung wurde ein Brandanschlag verübt. Wie es hieß, hatten die asiatischen Jugendlichen dem Blatt bereits mehrfach vorgeworfen, nicht objektiv über den Konflikt berichtet zu haben. Sieben weiße und fünf asiatische Jugendliche wurden festgenommen.

Die Unruhen in Oldham gehen weiter
AFP

Die Unruhen in Oldham gehen weiter

Die neuen Unruhen hatten bereits am Sonntagabend begonnen. Eine Gruppe von asiatischen Jugendlichen bewarf einen Pub in der Innenstadt mit Pflastersteinen. Mehrere Scheiben gingen zu Bruch. Polizisten konnten die Krawallmacher vertreiben. Eine Polizeisprecherin berichtete auch aus anderen Stadtvierteln von "sporadischen Kämpfen".

Gewalt in Oldham: Die Feuerwehr im Kampf gegen brennende Barrikaden
AP

Gewalt in Oldham: Die Feuerwehr im Kampf gegen brennende Barrikaden

In der Nacht zum Sonntag hatten sich etwa 500 asiatische Jugendliche sieben Stunden lang Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Dabei wurden mindestens 25 Menschen verletzt. Die britischen Medien zogen Vergleiche zu den Rassenunruhen in britischen Schwarzen-Vierteln Anfang der achtziger Jahre. Die Stadt ist schon seit Monaten Schauplatz gewalttätiger Auseinandersetzungen zwischen Weißen und Asiaten.



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