Raumspray-Eruption Schmerzensgeld nach Explosion auf Toilette

Ein Mann, der auf einer Toilette zwei Dosen Raumspray versprüht hat, muss seinem Kollegen 20.000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Der Kollege hatte durch eine anschließende Detonation lebensgefährliche Brandverletzungen erlitten.


Oberhausen - Die Explosion auf dem WC einer Firma im Ruhrgebiet war Gegenstand eines Prozesses vor dem Arbeitsgericht Oberhausen: Weil er durch die freigiebige Verwendung von Raumspray die Betriebstoilette nahezu in Schutt und Asche legte, muss ein Arbeitnehmer aus dem Ruhrgebiet einem Kollegen 20.000 Euro Schmerzensgeld zahlen.

Der Arbeitskollege, der gerade die Toilette benutzte, hatte durch die Detonation lebensgefährliche Brandverletzungen erlitten. Außerdem war der Toilettenraum völlig verwüstet worden. Auch benachbarte Zimmer wurden in Mitleidenschaft gezogen.

Nach Angaben des Geschädigten hatte der nun zur Schmerzensgeldzahlung Verurteilte auf der Betriebstoilette zwei Dosen Raumspray versprüht. Aus nicht aufklärbaren Umständen hatte sich anschließend das Luft-Gas-Gemisch entzündet. Es war zu einer Explosion gekommen, bei der auch der Verursacher schwer verletzt wurde.

jjc/apn



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