Reemtsma-Prozess Drach zeigt Gefühle

Im Prozess um die Entführung des Hamburger Multimillionärs Jan Philipp Reemtsma hat der mutmaßliche Drahtzieher Thomas Drach erstmals Worte des Bedauerns gefunden.


Thomas Drach, mutmaßlicher Reemtsma-Entführer
DPA

Thomas Drach, mutmaßlicher Reemtsma-Entführer

Hamburg - "Für die Stunden der Angst und des Terrors, die ich über Sie und Ihre Familie gebracht habe, gibt es keine Entschuldigung. Ich hoffe, dass die Verurteilung aller Täter Ihnen die Ruhe gibt, das verarbeiten zu können", sagte der wegen schweren erpresserischen Menschenraubes angeklagte Drach zu Reemtsma.

Reemtsma war im März 1996 auf seinem Hamburger Grundstück entführt und in ein Verlies in einem Einfamilienhaus bei Bremen verschleppt worden. Nach 33 Tagen kam er gegen die Zahlung eines Lösegeldes von 30 Millionen Mark wieder frei. Am Donnerstag sollte auch der ebenfalls an der Entführung beteiligte Pole Piotr Laskowski gehört werden. Laskowski hatte sich als "Mann fürs Grobe" an der Entführung beteiligt und zusammen mit Drach den Millionär vor dessen Haus im Stadtteil Blankenese überwältigt. Laskowski hatte sich im März 1999 den Hamburger Behörden gestellt und war im September desselben Jahres zu sechs Jahren Haft verurteilt worden



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