Zur Ausgabe
Artikel 65 / 133
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

PSYCHOLOGIE Regeln zum Glück

aus DER SPIEGEL 47/1998

Es gibt drei Regeln, um einer Liebesbeziehung Drive und Dauer zu verleihen - aber welche sind es? Neugierig greift der Fatalist deshalb zu einer Studie, die im Titel behauptet: »Und es gibt sie doch«, nämlich »Glückliche Paare« (Walter Verlag, Zürich). Feldforschung auf einem Feld zu betreiben, auf dem alle Halme geknickt erscheinen, bedarf ungewöhnlicher Methoden. Der ärztliche Psychotherapeut Karl Geck, 56, und die Soziologin Caecelia Weber-Ebeling, 48, haben zehn Paare in intime Tiefengespräche verwickelt; Glück hat danach viele Gesichter. Es reicht vom altkatholischen Treuebund der Kriegsgeneration bis zur multiplen Beziehungskiste der WG-Gesellschaft; es gedeiht in geschäftlichen Arrangements ebenso wie in Liaisons mit »Außenbeziehungen« und sexuellen Hochseilakten. Glück ist, offenbar, machbar. Das Buch ist eine Entdeckungsreise in den Dschungel menschlicher Möglichkeiten, ein Leitfaden für ein Territorium, in dem nach genereller Ansicht Leid herrscht und die Leute den Faden verloren haben. Und drei Regeln lassen sich daraus ableiten, jeder Autofahrer kennt sie: Vorfahrt beachten, Abstand halten - und mit allem rechnen.

Zur Ausgabe
Artikel 65 / 133
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.