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Rekordhitze am Wochenende: Sommer, Sonne, Erfrischung

Foto: Tobias Hase/ dpa

Rekordhitze am Wochenende Deutschland glüht

Sommer extrem: Dieses Wochenende bringt in ganz Deutschland Wüstentemperaturen. Schon morgens hatte es mancherorts 30 Grad, und es geht noch viel heißer - einige Meteorologen erwarten sogar bis zu 40 Grad. Erst unter der Woche wird es kühler.

Offenbach/Verden - Es war erst kurz nach 9 Uhr in Schwerin, da hatte es an diesem Samstag schon 30 Grad. Auch in Aachen, Hamburg und Mannheim kletterten die Werte schon früh auf 28 Grad, in Berlin auf 27 Grad, meldete der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach. "Solche Temperaturen um diese Tageszeit sind rekordverdächtig", sagte Meteorologe Christoph Hartmann.

Die Republik glüht. Im Laufe des Tages wurde es in vielen Orten mindestens 35 Grad heiß, der Wetterdienst Meteomedia sagte entlang des Rheins zwischen Freiburg und Mannheim sogar Höchstwerte bis 40 Grad voraus. Ob die Spitzenmarken aus dem Supersommer 2003 geknackt werden? Damals wurde im August in Roth bei Nürnberg der Rekordwert von 40,4 Grad gemessen.

Für Samstagabend wurden einzelne Gewitter vorhergesagt, im Westen, nördlichen Niedersachsen und im Bergland - mit zum Teil heftigem Starkregen und Hagel.

Am Sonntag ist es zwar nicht mehr ganz so heiß, aber die hohe Luftfeuchtigkeit dürfte weiter für tropisches Klima sorgen. Die Temperaturen erreichen nach Angaben der Experten 30 bis 35 Grad, im Osten auch 38 Grad. Am Nachmittag soll es zu teils heftigen Gewittern kommen. Erst am Dienstag wird es deutlich kühler.

Belastung für Mensch und Tier

Wichtig bei der extremen Hitze: viel Trinken. Ernährungsexperten raten, den Körper mit mindestens drei bis vier Litern Flüssigkeit zu versorgen. Am besten sei stilles Mineralwasser, das belaste den Organismus nicht und sei reich an Mineralien.

Die Menschen scheinen sich auf die Hitze gut eingestellt zu haben. Bei den Einsatzkräften von Polizei und Feuerwehr blieb es weitgehend ruhig. Unzählige Menschen kühlten sich mit einem Sprung in den See, den Fluss oder das Schwimmbad ab. Eine 81-Jährige starb allerdings bei einem Badeunfall im Weitmannsee bei Kissing in Bayern.

Viele, die sich am Vormittag an der Ostsee etwas abkühlen wollten, hatten Pech - Autofahrer schwitzten auf der A1 in Richtung Lübeck zwischen dem Kreuz Hamburg-Ost und Bad Oldesloe in einem bis zu 25 Kilometer langen Stau.

Auch Großbritannien hat unter den Folgen der extremen Temperatur zu leiden. Wie die britische Gesundheitsbehörde am Samstag mitteilte, gab es bereits in den vergangenen zwei Wochen "mehrere hundert" Todesfälle mehr als üblich. Auch wenn diese Daten nur vorläufig seien, vermuteten die Experten, dass die Hitze zumindest teilweise für diesen Anstieg verantwortlich sei, sagte ein Sprecher der Behörde.

Nicht nur die Menschen leiden unter den Temperaturen, sondern auch für Tiere sind sie ein Problem. Die Freiwillige Feuerwehr im niedersächsischen Verden musste Sauerstoffmangel im Fischteich bekämpfen. Rund drei Stunden lang pumpten die Helfer frisches Wasser in einen Teich, um zu verhindern, dass die Fische ersticken. Vor zwei Jahren hatte der Sauerstoffmangel in dem Teich ein Fischsterben ausgelöst. Sollte die Hitzewelle andauern, seien weitere Wassereinsätze nicht ausgeschlossen, teilte die Feuerwehr mit.

rom/dpa
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