Rekordkälte Minus 41,4 Grad in der Schweiz

Europa im Eiskeller: Die Nacht zum Dienstag war die bisher kälteste dieses Winters. Nicht nur in Deutschland wurden Temperaturen von mehr als minus 30 Grad gemesssen.


Trotz klirrender Kälte wird kräftig im Schnee gespielt
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Trotz klirrender Kälte wird kräftig im Schnee gespielt

Hamburg/Washington/Prag - Im Großraum München legte der Frost Signalanlagen und Weichen lahm, tausende Bahnreisende kamen zu spät zur Arbeit. In Tschechien erfror ein Mensch, in Bulgarien waren Tausende ohne Strom und sogar in Spanien sanken die Temperaturen unter Null. Auch in Amerika schlägt der Winter richtig zu, der Osten versinkt derzeit unter einer dicken Schneedecke.

Die Nacht zu Dienstag sei die kälteste Nacht dieses Winters gewesen, meldeten der Offenbacher Wetterdienst und der private Wetterdienst Meteomedia. Den niedrigsten Wert gab der der Deutsche Wetterdienst in Oberstdorf mit minus 26,3 Grad an. Meteomedia - bekannt durch den Meteorologen Jörg Kachelmann - will auf der Schwäbischen Alb sogar einen Tiefstwert von minus 34,6 Grad gemessen haben.

Eisiges Naturkunstwerk auf dem Brocken
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Eisiges Naturkunstwerk auf dem Brocken

Der bisherige Kälterekord für Deutschland liegt bei minus 37,8 Grad, gemessen im Jahr 1929. Auch die Nacht zu Mittwoch sollte klirrend kalt werden - mit Temperaturen bis unter minus 20 Grad im Süden. Die gesamtdeutsche Wetterlage ändert sich von Mittwoch an. Die Hochdruckgebiete "Christian" und "Björn", die in den vergangenen Tagen für Kälte und Sonne sorgten, ziehen langsam gen Süden. Die Folge: Es wird milder und regnerischer.

In der Schweiz sank im Kanton Graubünden und in La Brevine die Temperatur auf minus 28 Grad. Auf der 1858 Meter hoch gelegenen Messstation Glattalp im Kanton Schwyz wurden am Montagabend minus 41,4 Grad gemessen.

Im Osten der USA fielen zwischen den Bundesstaaten Maine im Norden und South Carolina im Süden innerhalb weniger Stunden bis zu 30 Zentimeter Schnee. In der Bundeshauptstadt Washington und in vielen anderen Großstädten schlossen Ministerien, Behörden und Schulen. Der Verkehr kam weitgehend zum Erliegen. Zahlreiche Flüge wurden gestrichen.



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