"Rena"-Havarie Arbeiter pumpen Großteil des Schweröls ab

Die Helfer sprechen von einem "Meilenstein" bei der Bergung: Aus dem in Neuseeland havarierten Frachtschiff "Rena" konnte nun ein Großteil des Öls abgepumpt werden - insgesamt mehr als 300 Tonnen wurden bereits geborgen.

Bergungsarbeiten an der "Rena": Schlechtes Wetter sorgte immer wieder für Verzögerungen
DPA

Bergungsarbeiten an der "Rena": Schlechtes Wetter sorgte immer wieder für Verzögerungen


Wellington - Gut einen Monat nach dem Schiffsunglück vor der Küste Neuseelands hat die Bergungsmannschaft den Durchbruch geschafft: Fast das gesamte Schweröl von der "Rena" ist abgepumpt worden. Der Bereichsleiter der neuseeländischen Schifffahrtsbehörde MNZ, Arthur Jobard, sprach am Sonntag von "einem Meilenstein" bei dem wochenlangen Einsatz. Insgesamt mehr als 300 Tonnen Öl konnten die Arbeiter aus den Tanks abpumpen.

Rund 60 Tonnen Heizöl sind Schätzungen zufolge noch an Bord der "Rena". Das Abpumpen dieser Restmenge könnte schwierig werden, weil sich das Öl in den Treibstofftanks mit Wasser vermischt hat.

Das 47.000-Tonnen-Schiff war am 5. Oktober nur 22 Kilometer vor Tauranga an der Küste der Nordinsel auf ein Riff gelaufen. Laut Schifffahrtsbehörde waren an Bord mehr als 1700 Tonnen Öl. 360 Tonnen davon liefen aus und verschmutzten die Küste. Fast 2000 Vögel verendeten den Angaben zufolge. Der philippinische Kapitän und ein Offizier wurden unter anderem wegen fahrlässiger Schiffsführung angeklagt. Ihnen drohen zwei Jahre Haft.

sto/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.