Revolte Abu-Sayyaf-Häftlinge besetzen Gefängnis - vier Tote

Bei einem Ausbruchsversuch mutmaßlicher muslimischer Extremisten der Gruppe Abu Sayyaf aus einem philippinischen Gefängnis sind mindestens vier Menschen getötet worden. Mehreren Gefangenen soll es gelungen sein, den Wachen die Waffen zu entreißen. Inzwischen bereitet sich die Polizei darauf vor, das Gefängnis zu stürmen.


Gefangenenrevolte in Manila: "Wir greifen an"
DPA

Gefangenenrevolte in Manila: "Wir greifen an"

Manila - "Wir greifen an, wenn sie ihre Waffen nicht abgeben", sagte Polizeisprecher Leopoldo Bataoil. Bei den Toten soll es sich um drei Wachmänner und ein Abu-Sayyaf-Mitglied handeln.

Bei der Frühstücksausgabe hätten die Häftlinge den Wachen die Waffen abgenommen und geschossen, teilte die Polizei mit. Zwei weitere Aufseher seien verletzt worden. Unter den meuternden Häftlingen seien auch mutmaßliche Mitglieder der muslimischen Extremisten-Organisation Abu Sayyaf, die Verbindungen zur al-Qaida von Osama bin Laden unterhält. Die Häftlinge forderten, mit muslimischen Politikern zu sprechen.

Die Gefangenen hätten sich im zweiten Stock des vierstöckigen Gebäudes verschanzt, hieß es. Das Haus sei von der Polizei umstellt worden. Hubschrauber und Spezialfahrzeuge seien im Einsatz. Von den insgesamt 400 Häftlingen des Gefängnisses seien 130 mutmaßliche Abu-Sayyaf-Mitglieder, darunter auch mehrere Anführer. Nicht alle Gefangenen hätten sich an dem Ausbruchsversuch beteiligt.



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