Nach Badeunfall Zwei Leichen in Mündungsarm des Rheins entdeckt

Eine 17-Jährige verunglückte in Duisburg beim Schwimmen im Rhein tödlich, zwei Mädchen im Alter von 13 und 14 Jahren wurden vermisst. Nun sind in den Niederlanden zwei Leichen gefunden worden.
Taucher im Rhein (17. Juni): Suche nach vermissten Mädchen

Taucher im Rhein (17. Juni): Suche nach vermissten Mädchen

Foto: Roberto Pfeil / dpa

In einem Mündungsarm des Rheins in den Niederlanden sind am Wochenende zwei Leichen entdeckt worden. Ob es sich dabei um die 13 und 14 Jahre alten Mädchen handelt, die nach einem Badeunfall in Duisburg vermisst wurden, ist noch unklar.

Die Leichen wurden an unterschiedlichen Stellen bei Rossum und bei Gendt in der Waal angeschwemmt, wie mehrere Medien berichteten. Die Polizei Duisburg bestätigte am Montagmorgen lediglich den Fund. Weitere Angaben machte die Behörde nicht.

Groß angelegte Suche blieb ohne Erfolg

Am vergangenen Mittwoch hatten zwei Mädchen im Alter von 13 und 14 Jahren gemeinsam mit einer 17 Jahre alten Freundin bei Duisburg im Rhein gebadet. Plötzlich wurden sie unter Wasser gezogen. Menschen am Ufer, die Zeugen des Unglücks wurden, alarmierten die Rettungskräfte.

Die 17-Jährige konnte zwar zunächst gerettet werden, sie starb aber später im Krankenhaus. Von den beiden anderen Mädchen fehlte jede Spur, eine groß angelegte Suche nach ihnen mit Tauchern und Hubschraubern wurde ohne Ergebnis eingestellt.

Wenige Tage vor dem Badeunfall der drei Mädchen war ganz in der Nähe der Unglücksstelle in Rheinberg-Orsoy ein 29-Jähriger verunglückt. Der Mann war zum Schwimmen in den Fluss gestiegen und hatte nach wenigen Metern um Hilfe gerufen, wie die Polizei unter Berufung auf Zeugen mitteilte. Er habe noch versucht, sich ans Ufer zu retten, sei dann aber untergegangen und nicht mehr gesehen worden. Gefunden wurde die Leiche etliche Kilometer entfernt.

Auch am Wochenende gab es in Deutschland zahlreiche Badeunfälle an Baggerseen und Flussufern. In Mannheim etwa ertrank ein acht Jahre altes Mädchen. Ein Rettungstaucher fand das Kind am späten Samstagabend unter der Wasseroberfläche eines Sees. Es starb wenig später in einer Klinik. In Schleswig-Holstein suchten Einsatzkräfte noch bis tief in die Nacht nach einem vermissten Mädchen in der Elbe. Die Neunjährige war am frühen Samstagabend im Wasser an der Badestelle bei Kollmar nahe Elmshorn verschwunden. Sie wurde nach Polizeiangaben vom Sog mitgerissen.

Laut Zahlen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ertranken im Jahr 2020 bundesweit mindestens 378 Menschen, davon 335 in Binnengewässern. In Nordrhein-Westfalen verloren 47 Menschen ihr Leben.

wit/dpa
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