Holocaust-Leugner Gericht bestätigt Geldstrafe gegen Richard Williamson

Zum sechsten Mal beschäftigt sich ein deutsches Gericht mit dem Ex-Bischof Richard Williamson. Der Brite hatte in Deutschland den Holocaust geleugnet. Das Oberlandesgericht Nürnberg bestätigte nun ein Urteil, wonach er eine Geldstrafe zahlen muss.

Holocaust-Leugner Richard Williamson im Februar in London: Strafe bestätigt
AFP

Holocaust-Leugner Richard Williamson im Februar in London: Strafe bestätigt


Nürnberg - Vor fünfeinhalb Jahren leugnete der Brite Richard Williamson in Deutschland den Holocaust. Seit Jahren beschäftigt sich die deutsche Justiz mit dem Fall. Nun hat der ehemalige Bischof erneut eine Niederlage vor Gericht einstecken müssen.

Das Oberlandesgericht Nürnberg hat Williamsons Revision verworfen, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Damit sei das Urteil des Amtsgerichts Regensburg vom Januar 2013 rechtskräftig. Williamson war damals zu einer Geldstrafe von 1800 Euro verurteilt worden.

Der Anhänger der erzkonservativen Piusbruderschaft hatte 2008 bei einem TV-Interview nahe Regensburg die Existenz von Gaskammern und den Mord an sechs Millionen Juden durch die Nazis bestritten. Es ist bereits das sechste Mal, dass sich ein deutsches Gericht mit dem 74-Jährigen beschäftigt.

gam/dpa



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