Riesenwels-Jagd Im Winter haben die Angler keine Chance mehr

Die Jagd auf den angeblich dackelfressenden Riesenwels in einem Tümpel in Mönchengladbach ist auf Grund des Rummels von Schaulustigen nicht erfolgreich gewesen. Nun soll im Geheimen gejagt werden. Die Angler geraten zunehmend unter Zeitdruck.


Mönchengladbach - "Wenn es kälter wird, gräbt der Wels sich ein, geht in Winterruhe und frisst nichts mehr. Dann ist Schluss mit lustig", sagte Reger. Sollte der Wels doch noch anbeißen, werde er das wohl nicht überleben: "Aufessen oder präparieren, das entscheidet der Fänger."

Doch noch haben die Angler ihre Hoffnung nicht aufgegeben, den Fisch zu fangen. Sie wollen allerdings ihre Strategie ändern: Die Jagd geht heimlich weiter. "Wir wollen keinen Rummel mehr", sagte Anglervereinschef Wilfried Reger. "Die Öffentlichkeit war der Sache nicht zuträglich." Am vergangenen Wochenende hatten 30 Angler unter den Augen von rund 5000 Schaulustigen und mehreren Kamerateams ihre Köder eine ganze Nacht lang vergeblich ausgeworfen.

Der Fisch ist als "Mörder-Wels von Mönchengladbach" oder "Killer-Wels Kuno" berühmt geworden, weil er einen kleinen Rauhaardackel verschlungen haben soll. Der Raubfisch soll in den Untiefen des Volksgartenweihers der Stadt sein Unwesen treiben. Bislang hat allerdings kein Hundebesitzer den Vorfall bestätigt, der sogar schon in US-Medien Beachtung fand.

Welse sind ferne Verwandte des Karpfen. Sie können als größte einheimische Süßwasserfische drei Meter lang und bis zu 250 Kilogramm schwer werden. Sechs große Bartfäden zieren ihr breites Maul. Welse sind Raubfische und fressen Fische, Frösche, Krebse, Enten und auch Ratten. Dackel zählten bislang nicht zur regelmäßigen Beute.



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