"Robin Hood" gestohlen Diebe erpressen BBC

Der britische Fernsehsender BBC hat ein Problem mit dem "König der Diebe". Unbekannte haben einem Zeitungsbericht zufolge die Masterbänder einer neuen "Robin Hood"-Verfilmung gestohlen und verlangen nun Lösegeld.


London - Der Sender wollte die Neuverfilmung der Robin-Hood-Saga im Herbst ausstrahlen. Nun wollen die Diebe ein Lösegeld von einer Million Pfund (1,45 Millionen Euro), wie die Zeitung "Daily Mirror" berichtet.

Nach den bislang von der Polizei nicht bestätigten Angaben sind die vier Master Tapes der rund acht Millionen Pfund teueren und 13 Folgen umfassenden TV-Serie aus einem Studio in Budapest gestohlen worden. Unter Verdacht stünden Kleindarsteller, die zuvor an der Produktion der bereits groß angekündigten neuen "Robin Hood"-Serie beteiligt gewesen seien.

Ohne die Master-Videobänder könne die zu besten Sendezeiten an Samstagabenden geplante Serie womöglich nicht ausgestrahlt werden, schrieb der "Mirror". Die von BBC beauftragte Produktionsfirma Tiger Aspect erklärte, sie unternehme "alle angebrachten Maßnahmen, um die Bänder zurückzubekommen".

Die 13 BBC-Folgen der neuen "Robin Hood"-Serie waren auch aus Kostengründen im preiswerteren Ungarn gedreht worden. Dabei wurden Waldlandschaften unweit von Budapest als Ersatz für den Sherwood Forest benutzt. Für die Wiederkehr des Volkshelden ins britische Fernsehen war der 25-jährige englische Schauspieler Jonas Armstrong als Hauptdarsteller engagiert worden.

dab/dpa



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