"Rock am Ring"-Abbruch Konzertveranstalter Lieberberg greift Behörden an

Wegen schwerer Unwetter mit Dutzenden Verletzten brachen die Behörden das Festival "Rock am Ring" ab. Der Veranstalter hält die Entscheidung für falsch.

"Rock am Ring"-Macher Lieberberg
DPA

"Rock am Ring"-Macher Lieberberg


"Rock am Ring"-Veranstalter Marek Lieberberg hat nach dem wetterbedingten Abbruch des Festivals das Verhalten der Behörden kritisiert. Die Entscheidung der Verbandsgemeinde Mendig in Rheinland-Pfalz trage er nicht mit, sagte Lieberberg dem "Trierischen Volksfreund". "Die Entscheidung ist falsch." Die Gemeinde hatte sich an der Empfehlung der Polizei orientiert.

Bei "Rock am Ring" waren am Freitagabend bei Blitzeinschlägen 71 Menschen verletzt worden. Wegen weiterer Unwettergefahr hatte die Verbandsgemeinde den Veranstaltern die Genehmigung für die Fortsetzung des Festivals mit rund 90.000 Besuchern am Sonntag entzogen. Die Abreise vieler Fans gestaltete sich schwierig, weil Fahrzeuge im Schlamm feststeckten.

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Wetterchaos bei "Rock am Ring": Die Show ist beendet

"Es hat schon eher an Fahnenflucht erinnert, als sich die Fans ihre Wege über die Felder bahnten und ihr Hab und Gut zurückließen", sagte Lieberberg der Zeitung. Es sei nicht gerade eine "Sternstunde der verantwortlichen Behörden" gewesen.

Er hätte es besser gefunden, die Besucher bei konkreter Gefahr zu warnen und sie aufzufordern, sich in ihre Autos zu setzen. Anschließend hätte das Programm fortgesetzt werden können. "Die Behördenvertreter haben sich aber nicht darauf eingelassen und stoisch auf ihre Sichtweise verwiesen."

Amateurvideos zeigen Blitzeinschläge bei Rock am Ring:

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sms/dpa



insgesamt 141 Beiträge
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rst2010 06.06.2016
1. ist
nicht letztes jahr eine konzertbühne im sturm zusammengebrochen? besser abbrechen und sich auf nächstes jahr freuen, als noch mehr verletzte riskieren. über dieses jahr gibst genug zu erzählen ...
Hochbeet 06.06.2016
2. Blitze
sind nicht zu diskutieren.
Becks0815 06.06.2016
3. Völlig unverständlicher Veranstalter
Da landen am Samstag zig leute durch Blitzschlag im Krankenhaus, für Sonntag ist wieder Gewitter/Unwetter angesagt und der Veranstalter kritisiert es, dass aus Sicherheitsgründen das Sonntagskonzert ausfällt? Was hätte der Veranstalter denn gesagt, wenn es Sonntag Konzerte gegeben hätte und erneut ein Blitz eingeschlagen wäre? Auf die unverantwortliche Entscheidung der Behörden ("die haben es genehmigt") verwiesen und die Hände in Unschuld gewaschen? Er benimmt sich ebenso kindisch wie die Läufer, welche die Absage des Zugspitzmarathons kritisiert haben, nachdem es dort Tote gab.
sincere 06.06.2016
4. Lächerlich.
Ob der porfitorientierte Lieberberg das auch gesagt hätte wenn er oder jemand aus seiner Familie vom Blitz schwer verletzt wurden? Ich glaube nicht.
tomkey 06.06.2016
5. ok
Ist doch ok, dass nach Blitzeinschlägen mit Schwerverletzten und Aussicht auf Wiederholung der Unwetter das Spektakel abgebrochen wurde. Lieber so als weitere verletzte oder gar getötete Open Air-Besucher.
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