Fernwärmeausfall Rohrbruch färbt »Kleinen Kiel« knallgrün

Der Bruch einer Versorgungsleitung ließ nicht nur in vielen Kieler Wohnungen die Heizung ausfallen, sondern sorgte auch für ein kurioses Farbschauspiel. Gefahr für die Umwelt soll aber nicht bestehen.
»Kleiner Kiel« in grün: Rohrbruch mit kuriosen Folgen

»Kleiner Kiel« in grün: Rohrbruch mit kuriosen Folgen

Foto: Axel Heimken / dpa

Durch einen Schaden an einem zentralen Fernwärmerohr fiel am Sonntag in vielen Kieler Haushalten die Heizung aus. Weil die Stadtwerke Kiel das Fernwärmewasser mit Farbstoff versehen hatten, bildeten sich dampfende grüne Pfützen im Stadtgebiet. Auch der »Kleine Kiel«, ein Gewässer in der Innenstadt, leuchtete durch den Farbstoff in hellem Grün.

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Für die Umwelt bestehe aber keine Gefahr, heißt es bei den Stadtwerken. »Der Farbstoff ist gesundheitlich und wasserbiologisch unbedenklich«, sagte ein Sprecher den »Kieler Nachrichten«.

Ursache für das Leck sei ein Rohrbruch in der Holtenauer Straße im Kieler Stadtteil Brunswick. Dem Bericht zufolge sollen von dem Ausfall zeitweise Tausende Haushalte im Westen und Norden der Stadt betroffen gewesen sein. Die Stadtwerke hatten wegen des Lecks zunächst vor Versorgungsproblemen im gesamten Fernwärmegebiet gewarnt – insgesamt 73.500 Wohnungen in Kiel sind an das Netz angeschlossen.

Grüne Pfützen in der Kieler Innenstadt

Grüne Pfützen in der Kieler Innenstadt

Foto: Axel Heimken / dpa

Gegen Mittag konnten die Stadtwerke die Versorgung für die gesamte Stadt wiederherstellen. Etwa 500 Kunden rund um den Rohrbruch in der Holtenauer Straße seien jedoch zunächst noch ohne Wärme. Zur voraussichtlichen Dauer des Ausfalls könne man noch keine Angaben machen, sagte ein Sprecher. »Wir arbeiten weiter unter Hochdruck und bitten um Geduld.«

Den Farbstoff hatten die Stadtwerke dem Wasser erst vor wenigen Wochen beigemischt, damit Lecks im Stadtgebiet schneller aufgespürt werden können. »Wir haben bereits zwei Mal unser Fernwärmewasser temporär eingefärbt und sehr gute Erfolge erzielt«, hieß es damals.

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