Wut über Korruption Aktivist färbt Wasser des Trevi-Brunnens rot

Ein italienischer Aktivist hat das Wasser des weltberühmten Trevi-Brunnens rot gefärbt. Die Stadtverwaltung sprach von einer ignoranten Aktion - und legte den Brunnen trocken.

AP

Er kletterte in den Trevi-Brunnen und schüttete rote Farbe in das Wasser: Mit dieser Protestaktion wollte der Aktivist Graziano Cecchini gegen Korruption und Schmutz in Rom protestieren. Er wurde von Polizisten von der weltberühmten Sehenswürdigkeit wegeskortiert.

Luca Bergamo, stellvertretender Bürgermeister der italienischen Hauptstadt, zeigte sich verärgert: "Aktionen wie diese zeigen Ignoranz", sagte er.

Am Nachmittag legten die Behörden den Brunnen trocken, um zu verhindern, dass die Farbe ihn beschädigt. Cecchini behauptete allerdings, dass sie nicht schädlich für das Bauwerk sei. Die Aktion sei ein "Aufschrei, dass Rom nicht tot ist, sondern bereit ist, wieder die Hauptstadt von Kunst, Leben und Renaissance zu sein", sagte er in einem Statement.

Vor zehn Jahren hatte er schon einmal mit einer Farb-Aktion in dem Brunnen auf sich aufmerksam gemacht. Italienischen Medien zufolge wollte er damals gegen die Kosten eines Filmfestivals in der Stadt protestieren. Nun wurde auch die Eröffnung des Filmfestivals 2017 von einer Farb-Aktion begleitet.

Außerdem organisierte Cecchini im Jahr 2008 eine Aktion, bei der er unzählige bunte Bälle die Spanische Treppe herabrollen ließ. Damals wollte er nach eigenen Angaben auf die Probleme Italiens aufmerksam machen.

bbr/AP

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