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ROBOTER Rongun allein zu Haus

aus DER SPIEGEL 22/2007

Wachhund, Kindermädchen, Fernsehapparat - all diese Funktionen soll ein neuer, in Korea entwickelter humanoider Roboter in sich vereinen. Der kürzlich präsentierte etwa ein Meter große Prototyp »Rongun« soll laut Aussage seines Herstellers, des Unternehmens KornTech, der erste Roboter sein, dem es durch eine eingebaute Kamera und spezielle Software gelingt, Gesichter zu erkennen und damit Menschen zu identifizieren. So könnte er darauf programmiert werden, seinen Besitzer auf dem Handy anzurufen, sobald sich Fremde im Haus aufhalten. Dazu könnte er Bilder davon aufzeichnen, was die Kinder im Wohnzimmer so treiben - und sie auf die Handys der aushäusigen Eltern versenden. Die Gunst der Kinder wiederum könnte sich der Roboter damit erwerben, dass er ihnen auf dem in seine Brust eingelassenen Bildschirm Videos zeigt. KornTech visiert einen Stückpreis von knapp 4000 Euro an und rechnet damit, dass der Hightech-Mitbewohner begeistert aufgenommen werden wird: Nach Schätzung der Regierung sollen bis zum Jahr 2020 Roboter in jedem Haushalt Südkoreas eingezogen sein.

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