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Gestorben Ronnie Spector, 78

aus DER SPIEGEL 3/2022
Foto:

Michael Ochs Archives / Getty Images

Gemeinsam mit Schwester und Cousine gründete die Sängerin Veronica Bennett, genannt Ronnie, die Girlgroup Ronettes. Bald schnappte sich der Pro­duzent Phil Spector die Gruppe und nahm mit ihnen »Be My Baby« auf. Ronnie hatte die Stimme, die durch Spectors »Wall of Sound« durchzudringen vermochte – eine Qualität, die Keith Richards würdigte, als er die Ronettes 2007 in der Rock and Roll Hall of Fame begrüßte. »Be My Baby« galt manchem als der größte Song aller Zeiten, Filme wie Scorseses »Mean Streets« oder »Dirty Dancing« eröffnen damit: Der Hit aus dem Jahr 1963 ist ein Meisterwerk des Pop als Ausdruck von Teenagersehnsucht – und Ronnie war deren Stimme, bis die Ronettes sich auflösten. Phil Spector hei­ratete Ronnie und entzog sie der Öffentlichkeit. Erst 1972 befreite sie sich aus dieser Ehe, über die Missbrauchserfahrungen schrieb sie 1990 in ihrer Auto­biografie; der Streit um Tantiemen dauerte noch deutlich länger an. Ronnie Spector starb am 12. Januar an Krebs.

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