Rottweiler-Attacke Tierschutzbund geht auf Dieter Bohlen los

Erst zerbiss ihm sein Rottweiler "Dickie" das Gesicht, jetzt muss sich Popsänger Dieter Bohlen auch noch eine Attacke des Deutschen Tierschutzbundes gefallen lassen. Und eine Anzeige gab's obendrein.

Bonn - Die fing sich allerdings Bohlens Tierärztin ein, die nach dem Beißangriff den Hund eingeschläfert hatte. Dafür, so die Tierschützer am Mittwoch in Bonn, habe kein vernünftiger Grund vorgelegen.

"Dickie" hatte Bohlen nach dessen Angaben grundlos angefallen und schwer im Gesicht verletzt. "Meine untere Gesichtshälfte klaffte nach dem Biss von der Lippe bis zum Kinn auf", hatte Bohlen der "Bild"-Zeitung berichtet. Nach seinen Angaben geriet der Hund vor zwei Monaten außer Kontrolle und verbiss sich zunächst in ein Reh auf dem Grundstück des Millionärs. Später sei der Hund über die Haushälterin hergefallen und habe ihr den Arm zerfleischt. Der Popstar ließ daraufhin das Tier einschläfern. Dies sei auch aus Angst um seine drei Kinder aus erster Ehe geschehen, sagte er.

Der Tierschutzbund sieht jedoch in dem Hund eher ein Opfer verfehlter Erziehung. Vor der Tötung des Tieres hätte deshalb nach Meinung der Tierschützer eine eingehende Analyse der Lebensumstände des Hundes durch einen in der Verhaltenstherapie erfahrenen Tierarzt erfolgen müssen. "Wenn Herr Bohlen aus Zeitgründen keine Hundeschule oder fachlich hierfür ausgebildete Personen aufsuchen konnte und darüber hinaus keine Möglichkeit sah, den Hund weiterhin zu halten, dann wäre der richtige Ansprechpartner für einen verantwortungsvollen Tierhalter das nächste Tierheim gewesen", erklärte der Tierschutzbund.

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