Royals und Rassismus »Ekelhafte und sehr reale Drohungen« gegen Herzogin Meghan

Prinz Harry und seine Frau Meghan klagen seit Langem über rassistische Untertöne in Großbritannien. Jetzt sagt ein ehemaliger Antiterrorbeauftragter: Es gab Todesdrohungen gegen die Herzogin.
Scheidender Londoner Antiterror-Chef Basu: »Die Leute wurden für diese Drohungen strafrechtlich verfolgt«

Scheidender Londoner Antiterror-Chef Basu: »Die Leute wurden für diese Drohungen strafrechtlich verfolgt«

Foto: Avalon / IMAGEPLOTTER / IMAGO

Herzogin Meghan hat nach Angaben des früheren Londoner Antiterror-Chefs Neil Basu während ihrer Zeit in Großbritannien Todesdrohungen erhalten. Es habe »ekelhafte und sehr reale« Drohungen gegen die Frau von Prinz Harry gegeben. Das sagte Basu in einem am Dienstagabend ausgestrahlten Gespräch mit dem Sender Channel 4.

Als Leiter der Antiterror-Abteilung der Londoner Polizei sei er mit ernst zu nehmenden Drohungen von Rechtsextremisten gegen Meghan Markle und ihren Ehemann Prinz Harry befasst gewesen, sagte Basu. »Wir hatten Teams, die das untersucht haben. Die Leute wurden für diese Drohungen strafrechtlich verfolgt.«

Der 54-Jährige, dessen Vater aus Indien stammt, ist der höchste Polizeivertreter Großbritanniens mit nicht-britischen Wurzeln. Nach 30 Jahren als Polizist scheidet er nun aus dem Dienst.

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Basus Äußerungen scheinen die Sicherheitsbedenken Harrys zu untermauern. Der jüngste Sohn von König Charles III. ist gegen die Entscheidung des britischen Innenministeriums vor Gericht gezogen, ihm und seiner Familie bei Besuchen in seiner Heimat keinen Polizeischutz mehr zu gewähren. Das Ministerium lehnte auch Harrys Angebot ab, den Polizeischutz selbst zu bezahlen.

Der 38-jährige Prinz und seine 41-jährige Frau hatten sich im April 2020 von ihren royalen Pflichten zurückgezogen und leben nun mit ihren beiden kleinen Kindern in Meghans Heimat Kalifornien. Zu Beginn ihrer Beziehung hatte Harry öffentlich die »rassistischen Untertöne« in den Kommentaren einiger Medien und im Internet über die afroamerikanischen Wurzeln von Meghan angeprangert.

In einem aufsehenerregenden Interview mit TV-Talkshow-Königin Oprah Winfrey erhob das Paar im vergangenen Jahr auch schwere Vorwürfe gegen die königliche Familie. Unter anderem beschuldigten die beiden ungenannte Mitglieder des Königshauses des Rassismus.

ala/dpa
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