Nach Olympia-Eklat Ruderin Nadja Drygalla wird Sportsoldatin

Die Bundeswehr hat die Ruderin Nadja Drygalla als Sportsoldatin aufgenommen. Der Deutsche Ruderverband hatte sich für sie eingesetzt. Drygalla war nach Bekanntwerden ihrer Beziehung zu einem ehemaligen NPD-Mitglied von den Olympischen Spielen abgereist.
Ruderin Drygalla bei den Olympischen Spielen: Aufnahme im zweiten Anlauf

Ruderin Drygalla bei den Olympischen Spielen: Aufnahme im zweiten Anlauf

Foto: DARREN WHITESIDE/ Reuters

Hamburg - Die Ruderin Nadja Drygalla wird zum 1. November Sportsoldatin. Ein Sprecher der Bundeswehr erklärte am Donnerstag, man habe Drygalla aufgenommen. Die Rostockerin war wegen ihrer Beziehung zu einem früheren NPD-Politiker in die Kritik geraten und freiwillig von den Olympischen Spielen in London abgereist. Nach ihrer Rückkehr hatte sie sich öffentlich deutlich von der rechten Szene distanziert.

Die Entscheidung sei nach Prüfung der Stellungnahmen des Deutschen Olympischen Sportbundes und des Deutschen Ruderverbandes getroffen worden, sagte ein Sprecher der Bundeswehr. Insgesamt werden 744 Spitzensportler als Soldaten gefördert.

Der Ruderverband hatte bereits vor den Olympischen Spielen eine Aufnahme Drygallas in die Sportförderung beantragt, die Bundeswehr hatte aber Anfang August nach Abreise der Sportlerin um eine Zurückstellung des Antrags gebeten. Mitte August folgte ein zweiter Anlauf.

Drygalla war bis zum September 2011 Mitglied der Sportfördergruppe der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern. Dann wurde ihre Beziehung mit Fischer im Innenministerium bekannt, Drygalla schied aus dem Polizeidienst aus - auf eigenen Wunsch, wie es offiziell hieß. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) erfuhr nach eigenen Angaben erst während der Olympischen Spiele von der Beziehung. Nach einem Gespräch mit Michael Vesper, Chef de Mission, hatte sich die Athletin zur Abreise entschlossen.

bim/dpa
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