Kollision vor Rügen Ermittlungen gegen Schiffskapitäne eingeleitet

Die Wasserschutzpolizei hat Ermittlungen wegen des Schiffsunfalls vor Rügen aufgenommen. Gegen die beiden Kapitäne besteht demnach der Verdacht einer Gefährdung des Schiffsverkehrs.

Schiff "Raba" nach dem Unfall im Hafen Mukran bei Sassnitz
DPA

Schiff "Raba" nach dem Unfall im Hafen Mukran bei Sassnitz


Nach dem Schiffsunfall östlich vor Rügen läuft die Ursachensuche. Gegen die Kapitäne beider Schiffe seien Ermittlungen wegen des Verdachts einer Gefährdung des Schiffsverkehrs aufgenommen worden, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei.

Der Windparkversorger "World Bora" und der Frachter "Raba" seien am Dienstag beide mit hoher Geschwindigkeit zusammengestoßen. "Das ist schon untypisch", sagte der Sprecher. Die "World Bora" sei frontal in die Steuerbordseite des Frachters "Raba" gefahren.

Alle 15 Menschen an Bord der "World Bora" wurden verletzt. Aber es wurden weniger Menschen schwer verletzt als zunächst gemeldet. Demnach wurden am Mittwoch noch fünf Menschen mit schweren Verletzungen in Kliniken behandelt, zehn trugen leichtere Verletzungen davon, sagte ein Sprecher der Rettungsleitstelle. Anfangs waren zehn Schwer- und fünf Leichtverletzte gemeldet worden.

Beschädigtes Schiff "World Bora"
DPA

Beschädigtes Schiff "World Bora"

Bei den Verletzten handelte es sich um elf Techniker und vier Crewmitglieder der "World Bora", die auf dem Weg zur Arbeit im Offshore-Windpark "Wikinger" in der Ostsee waren. Die Seeleute der "Raba" blieben unverletzt.

Der Zusammenstoß ereignete sich einige Seemeilen vor Rügens Ostküste. Keines der beiden Schiffe schlug nach dem Zusammenstoß leck. Die unter zyprischer Flagge fahrende "Raba" war auf dem Weg von Kopenhagen nach Stettin.

wit/dpa

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