Umstrittene Weihwasser-Praxis Baby starb kurz nach der Taufe

Ein sechs Wochen altes Kind starb in Rumänien, nachdem es bei seiner orthodoxen Taufe komplett in Weihwasser getaucht worden war. Nun fordern viele Menschen eine Änderung des Rituals.
Orthodoxe Taufe in Rumänien (Symbolbild)

Orthodoxe Taufe in Rumänien (Symbolbild)

Foto: CatEyePerspective / iStockphoto / Getty Images

Der Tod eines Säuglings kurz nach einer orthodoxen Taufe hat in Rumänien Empörung ausgelöst. Das sechs Wochen alte Kind war am Montag im Krankenhaus in Suceava gestorben.

Entsprechend dem Ritual war es dreimal komplett in Weihwasser getaucht worden. Eine Onlinepetition, die fordert, die orthodoxe Taufpraxis zu ändern, wurde bislang mehr als 57.000-mal unterschrieben.

Verfahren wegen Totschlags eingeleitet

Bei der Autopsie wurde Wasser in der Lunge des Babys gefunden. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Verfahren wegen Totschlags gegen den Priester ein, der die Taufe vollzogen hatte. Medienberichten zufolge gab es in den vergangenen Jahren mehrere solcher Fälle.

Dieses Risiko müsse ausgeschlossen werden, »um die Freude an der Taufe zu garantieren«, forderten nun die Initiatoren der Petition. Ein Sprecher der orthodoxen Kirche sagte daraufhin, dass einige Tropfen Weihwasser auf der Stirn ausreichend wären. Erzbischof Teodosie, der führende Vertreter der konservativen Hardliner innerhalb der rumänischen Kirche, sagte jedoch, dass sich das Ritual nicht ändern werde.

bbr/AFP
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