Russland Bus mit 41 Passagieren entführt

Zwei bewaffnete Männer haben in Südrussland einen Bus mit 41 Menschen an Bord in ihre Gewalt gebracht. Sechs Geiseln sind inzwischen auf freiem Fuß. Die Kidnapper wollen offenbar tschetschenische Luftpiraten freipressen.


Die Geiselnehmer hatten den Bus im Nordkaukasus in ihre Gewalt gebracht
DPA

Die Geiselnehmer hatten den Bus im Nordkaukasus in ihre Gewalt gebracht

Moskau - Russische Sicherheitsbeamte haben auf dem Flughafen von Mineralnyje Wody im Nordkaukasus erste Verhandlungen mit den zwei bewaffneten Busentführern geführt. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wollen die Entführer die Freilassung tschetschenischer Luftpiraten oder Busentführer erzwingen. Von den zunächst 41 Geiseln im Bus wurden im Lauf der Fahrt nach Mineralnyje Wody sechs freigelassen.

Behördenangaben zufolge brachten die Bewaffneten den Bus bei der Stadt Newinnomysk im Nordkaukasus in ihre Gewalt und fuhren von dort aus zum Flughafen von Mineralnyje Wody.

Als Sicherheitskräfte den Bus vorübergehend stoppten, schossen die Geiselnehmer in die Luft, meldete die Agentur Interfax. Dann setzten die Entführer die Fahrt Richtung Flughafen fort. Einsatzkräfte der Polizei und des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB sperrten das Gebiet ab.

Die Region um Mineralnyje Wody im Nordkaukasus, etwa 300 Kilometer westlich von Tschetschenien, war in den vergangenen Monaten mehrfach von Bombenanschlägen und anderen Terrorakten erschüttert worden.



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