Minenunglück Neun Tote bei Brand in russischem Bergwerk

Die Flammen schnitten ihnen den Weg ins Freie ab: Neun Minenarbeiter sind in einem russischen Bergwerk gestorben. Wegen möglicher Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften wurden vier Menschen festgenommen.
Russisches Rettungsteam

Russisches Rettungsteam

Foto: DPA/RU-RTR

Bei einem Feuer in einem russischen Kalibergwerk in der Region Perm sind am Samstag neun Arbeiter gestorben. Die Behörden gehen davon aus, dass der Brand bei Bauarbeiten entstand. Der russische Präsident Wladimir Putin ordnete an, dass die Familien der Opfer entschädigt werden. Das Bergwerk liegt bei Solikamsk, etwa 1200 Kilometer Luftlinie entfernt von Moskau.

Das in 340 Metern Tiefe ausgebrochene Feuer hatte den Männern den Rückweg aus der Mine abgeschnitten. Wegen hoher Temperaturen und starken Rauchs konnten die Rettungskräfte nicht rechtzeitig zu ihnen vordringen. Insgesamt 17 Arbeiter waren in der Grube, als das Feuer ausbrach, acht von ihnen konnten sich unverletzt ins Freie retten.

Die Behörden nahmen Ermittlungen wegen möglicher Verstöße gegen die Sicherheitsvorschriften auf. Vier Mitarbeiter des Bergwerks seien festgenommen worden, hieß es in russischen Medien.

hut/dpa/Reuters
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