Russland Vögel im Triebwerk - Passagiermaschine muss in Maisfeld notlanden

Dutzende Menschen wurden verletzt: Eine Maschine der russischen Airline Ural Airlines musste nahe Moskau notlanden, weil ein Schwarm Möwen ins Triebwerk geraten war.

REUTERS

Ein russisches Passagierflugzeug mit 233 Menschen an Bord musste nach einer Kollision mit einem Vogelschwarm in der Nähe von Moskau in einem Maisfeld notlanden. Der Airbus 321 der Fluglinie Ural Airlines sollte von Moskau nach Simferopol auf der Halbinsel Krim fliegen.

Mindestens 55 Menschen seien verletzt worden, teilten lokale Behörden der Agentur Tass zufolge mit. In ersten Meldungen hatte es geheißen, die Verletzten, darunter mehrere Kinder, hätten Prellungen und Hautabschürfungen erlitten. Die meisten verletzten Passagiere seien ambulant behandelt worden, mindestens sechs seien im Krankenhaus geblieben.

Nach Angaben der Luftfahrtbehörde war ein Schwarm Möwen mit der Maschine kollidiert. Dies habe zu erheblichen Störungen geführt, der Fluggesellschaft zufolge waren beide Triebwerke betroffen. Kurz vor der Landung seien die Motoren abgeschaltet worden. Auch das Fahrwerk sei nicht ausgefahren gewesen, teilte die Behörde mit.

Auf Bildern und Videos ist zu sehen, wie der Airbus 321 in dem Maisfeld mehr als einen Kilometer von der Landebahn entfernt steht. Die Crew habe die Maschine über Notrutschen evakuiert. Videos zeigten, wie sich Menschen durch Maispflanzen von dem Flugzeug entfernten.

Der Fluggesellschaft zufolge haben die Piloten richtig gehandelt. Sie hätten genau das getan, was ihnen beigebracht worden sei, sagte ein Sprecher zu Interfax.

Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Textfassung hatten wir eine falsche Angabe der Nachrichtenagentur dpa zum Namen der Fluggesellschaft und zum Umkehren der Maschine übernommen. Wir haben die Fehler korrigiert.

bbr/dpa

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