Sachsen-Anhalt Verpuffung in Bergbaugrube - Zwei Menschen verletzt, Dutzende gerettet

In der Bergbaugrube Teutschenthal sind bei einer Verpuffung zwei Menschen verletzt worden. Mehr als 30 weitere wurden inzwischen gerettet. Nun ermittelt die Polizei.

Bergbaugrube Teutschenthal
Sebastian Willnow/ DPA

Bergbaugrube Teutschenthal


Bei einer Verpuffung in der Grube Teutschenthal (Saalekreis) sind zwei Menschen verletzt worden. Mehr als 30 Kollegen der Männer flüchteten sich in zwei unterirdische Sicherheitsräume. Sie wurden später allesamt wohlbehalten ans Tageslicht gebracht, wie die Polizei mitteilte.

Zu der genauen Anzahl der Betroffenen gibt es unterschiedliche Angaben. Eine Sprecherin der Behörde sprach von insgesamt 38 Personen, das Unternehmen sowie das Wirtschaftsministerium dagegen von insgesamt 36 Mitarbeitern.

Grund für die Verpuffung war vermutlich ein explosives Gasgemisch, das sich gebildet hatte. Rettungskräfte und Feuerwehr seien nach dem Alarm mit einem Großaufgebot angerückt, die Feuerwehr aber schon wieder abgezogen, sagte eine Sprecherin der Polizei.

Bei dem Unglück seien ein 24 Jahre alter Mann leicht und ein 44-Jähriger schwer verletzt worden. Beide hätten einen Schock erlitten und seien ins Krankenhaus gebracht worden. Die polizeilichen Ermittlungen würden wegen fahrlässiger oder vorsätzlicher Körperverletzung geführt.

Die Eingeschlossenen hätten sich selbstständig in die dafür vorgesehenen Sicherheitsräume begeben, schilderte Erik Fillinger, technischer Geschäftsführer der Grube vor Journalisten. Diese hätten sie später in Begleitung der Grubenwehr selbstständig verlassen. Polizei und das Landesamt für Geologie untersuchen nun, wie es zu dem Unglück kommen konnte.

In der Grube Teutschenthal arbeiten nach Unternehmensangaben etwa hundert Menschen. In den vergangenen 15 Jahren wurde das im Jahr 1982 stillgelegte Bergwerk umgebaut. Dort werden heute auf 14 Quadratkilometer Grundfläche mineralische Abfälle deponiert. Zuvor war das Bergwerk rund 80 Jahre zur Kalisalzgewinnung betrieben worden.

sen/dpa

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