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16. August 2011, 07:42 Uhr

Sachsen-Anhalt

Stromausfall - 117.000 Hühner verendet

Ein Stromausfall hat Zehntausende Hühner das Leben gekostet. In einem Mastbetrieb bei Haldensleben war die Lüftung ausgefallen, die Tiere erstickten. Die Polizei prüft nun, welche Schuld den Betreiber trifft: Hat er zu wenige Notstromaggregate bereitgestellt?

Haldensleben - In einer Mastanlage in Sachsen-Anhalt sind nach einem Stromausfall rund 117.000 Hühner verendet. Nach ersten Erkenntnissen ist die Lüftung in dem Betrieb in Bülstringen im Landkreis Börde in sechs Hallen ausgefallen, teilte die Polizei in Haldensleben mit. Sie schloss eine Straftat aus. Der Schaden wurde auf 350.000 Euro geschätzt.

Im Umspannwerk Haldensleben hatte es nach Angaben des Stromanbieters E.on Avacon Störungen gegeben, vermutlich aufgrund eines Gewitters. Diese hätten dann bereits am Samstag zu dem Ausfall der Lüftung in dem Mastbetrieb geführt.

Die Polizei informierte Gewerbeaufsicht und Veterinäramt. Dieses hat bereits am Wochenende den Abtransport der Tiere angeordnet und eine veterinärmedizinische Untersuchung durchgeführt. Laut Polizei wurden dabei Krankheiten wie die Geflügelpest ausgeschlossen.

Notstromaggregat sprang nicht an

Außerdem wird geprüft, ob ausreichend Notstromaggregate vorhanden und diese auch funktionstüchtig waren. Ein Polizeisprecher sagte der "Mitteldeutschen Zeitung", es habe zwar ein Notstromaggregat gegeben, es sei allerdings nicht angesprungen.

Bereits 30 Minuten ohne Belüftung sollen ausgereicht haben, damit die Tiere in der Anlage erstickten.

"Offenbar hat die Sicherheit in dem Unternehmen versagt. Mir ist unverständlich, wieso es in einem so großen Stall offenbar keinen Bereitschaftsdienst und auch keine Alarmanlage gegeben hat", sagte die Geschäftsführerin des Naturschutzbundes Nabu Sachsen-Anhalt, Annette Leipelt.

bim/dpa

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