Sahara-Entführung Kidnapper fordern angeblich Millionen-Lösegeld

Die Freilassung der 31 in der Sahara verschwundenen Touristen könnte teuer werden. Einem Bericht zufolge haben die Entführer rund eine Million Schweizer Franken gefordert - pro Geisel.


Lausanne - Insgesamt seien zwischen 30 und 45 Millionen Franken verlangt worden, berichtet das in Lausanne erscheinende Magazin "L'Hebdo" unter Berufung auf algerische Geheimdienstkreise.

Dem Bericht zufolge ist der Aufenthaltsort der Geiseln - darunter 15 Deutsche - den algerischen Behörden genau bekannt. Er liege in der Bergregion Tamelrik, rund 1800 Kilometer südlich von Algier. Sie würden in drei Gruppen festgehalten. Deshalb seien auch drei Lösegeldforderungen an die Militärkommandantur in Südalgerien sowie an die algerische Polizeidirektion gerichtet worden. Es handele sich bei den Entführern um Kriminelle und nicht um politisch motivierte Täter, hieß es.

Beim Auswärtige Amt in Berlin hieß es am Samstag, diese Meldung sei eine "Ente", wie schon so viele vorher. Der Sprecher des Schweizer Außenministeriums, Simon Hubacher, wollte keinen Kommentar abgeben. "Wir äußern uns grundsätzlich nicht zu solchen Berichten", sagte er. Der Schweizer Botschafter Blaise Godet habe Gespräche in Algier geführt und sei auf der Rückreise, sagte Hubacher.



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