Sahara-Geiseln Algerisches Militär startet angeblich Befreiungsaktion

Angeblich hat das algerische Militär eine Aktion gestartet, um die 15 europäischen Touristen zu befreien, die seit Monaten in der Sahara als Geiseln gehalten werden. Eine lokale Zeitung berichtet unter Berufung auf Sicherheitskräfte, die gekidnappten Urlauber seien bereits frei. Eine Bestätigung gibt es nicht.

Algier - Die zweite Gruppe der gefangenen Sahara-Touristen sei frei, berichtet das arabischsprachige Blatt "El Youm" aus Algier am Montag. Dabei berief sich die Zeitung auf Informationen aus Sicherheitskräften, nannte jedoch keine weiteren Einzelheiten. Der staatliche algerische Rundfunk hat bislang keine dieser Informationen bestätigt.

Fremdenführer in Südalgerien berichteten gegenüber der Nachrichtenagentur der dpa, die Armee, die die Bergregion von Tamelrik 150 Kilometer von Illizi umzingelt, habe am Sonntag grünes Licht für den Angriff erhalten. Die Befreiungsaktion sei noch im Gange.

Das Auswärtige Amt in Berlin wollte zu den Berichten keine Stellung nehmen. Es äußere sich grundsätzlich nicht zu solchen Informationen, betonte ein Sprecher.

Die Zeitung "Le Jeune Indépendant" schrieb am Montag, eine Befreiungsaktion stehe kurz bevor. Hochrangige Militärs seien seit mehreren Tagen in der Zone präsent, in der die Geiseln festgehalten würden.

Am vergangenen Dienstag waren bereist 17 Touristen - darunter sechs Deutsche - in einer gewaltsamen Aktion von algerischen Sicherheitskräften befreit worden. In der Gewalt der Geiselnehmer waren zuletzt noch 15 Europäer: Zehn Deutsche, ein Niederländer und vier Schweizer.

Die Geiseln waren zum Teil vor mehr als drei Monaten verschleppt worden.

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