Wintereinbruch Wanderer bleiben bei Salzburg im Neuschnee stecken

Sie hatten nicht auf die Warnung der Hüttenwirtin gehört: Eine Gruppe von Wanderern kam auf rund 2000 Metern Höhe nicht mehr weiter. Die Rettung per Hubschrauber müssen die Bergsportler selbst zahlen.
Wanderer am vergangenen Wochenende am Großglockner in Österreich (Symbolbild)

Wanderer am vergangenen Wochenende am Großglockner in Österreich (Symbolbild)

Foto: Eibner-Pressefoto/EXPA/Groder / imago images/Eibner Europa

Zehn deutsche Wanderer haben den Wintereinbruch in den österreichischen Alpen unterschätzt und mussten per Hubschrauber gerettet werden. Die Bergsportler im Alter von 25 bis 69 Jahren waren im Neuschnee stecken geblieben, wie die Polizei mitteilte . Unter den Wanderern waren demnach fünf Menschen aus Thüringen, drei aus Bayern und je eine Person aus Hessen und Rheinland-Pfalz. Alle zehn blieben unverletzt.

Die Gruppe hatte das Wochenende auf einer Hütte in Saalfelden am Steinernen Meer im Pinzgau verbracht und machte sich laut Polizeibericht am Sonntagmorgen auf den Weg ins Tal, obwohl ihnen die Hüttenwirtin wegen des Neuschnees davon abgeraten hatte.

"Sichtlich erleichtert"

Die Wirtin machte sich am Sonntagvormittag Sorgen über Schneerutsch, ausgelöst durch steigende Temperaturen. Sie alarmierte die Bergrettung, welche die im Schnee feststeckenden Wanderer auf rund 2000 Metern Höhe entdeckte. "Nach erfolgter Kontaktaufnahme mit den sichtlich erleichterten Personen", so die Polizei, hätten die Retter die unverletzten Wanderer auf eine Alm geflogen und seien dann mit ihnen abgestiegen.

Für die Kosten des Einsatzes müssen die Wanderer nun selbst zahlen. "Auch wenn nur wenige Zentimeter Schnee angesagt werden, können im Gebirge zwei bis drei Meter hohe Schneeverwehungen entstehen", warnte Bergretter Markus Reichholf.

lmd/dpa
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